ISBN-13: 9783640537594 / Niemiecki / Miękka / 2010 / 20 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Psychologie - Entwicklungspsychologie, Note: 1.0, Hochschule Bremen, Sprache: Deutsch, Abstract: Noch immer wird haufig davon ausgegangen, dass negative auerliche Einflusse zwangslaufig negative Entwicklungsfolgen bei betroffenen Kindern verursachen, besonders wenn diesem Prozess nicht gezielt durch professionelle Hilfe entgegengewirkt wird. Die sehr aktuelle Theorie der Resilienz, welche zunehmend Beachtung findet, widerspricht diesem Denkansatz. Die Resilienzforschung belegt, dass widrige Lebensumstande nicht automatisch die kindliche Entwicklung beeintrachtigen, stattdessen lassen diese bei einigen Kindern erstaunliche Fahigkeiten zum Vorschein kommen oder gar entstehen, um solche negativen Einflusse "abzuwehren" (Wustmann, 2004: 18). Demnach gibt es zwar Risikofaktoren, welche Entwicklungsstorungen begunstigen; auf der anderen Seite bewahren so genannte Schutzfaktoren viele Kinder vor einer gravierenden Beeintrachtigung bzw. befahigen sie, trotz einer durch Risikofaktoren bedingten Benachteiligung ein erfolgreiches, ausgeglichenes Leben zu fuhren. Resilienz kann als Produkt dieser schutzenden Einflusse betrachtet werden. Es kommt vom Englischen "resilience" und bezieht sich auf die psychische Widerstandsfahigkeit von Kindern gegenuber biologischen, psychologischen und psychosozialen Entwicklungsrisiken. So wird erklart, weshalb verhaltnismaig viele Kinder trotz eines erhohten Entwicklungsrisikos zu leistungsstarken und stabilen Personlichkeiten heranwachsen. Doch ob ein Kind resilient ist oder nicht kann man nur dann eindeutig feststellen, wenn es erfolgreich besondere Schwierigkeiten be-waltigt hat und sich im Vergleich zu Kindern welche ahnliche Risikobelastungen erlitten ha-ben, positiv entwickelt (Wustmann, 2004: 18). Resilienz bezieht sich nicht nur auf die reine Abwesenheit einer psychischen Beeintrachtigung sondern auch auf den Erwerb bzw. den Erhalt altersangemessener Fahigkeiten und Kompetenzen der norma