ISBN-13: 9783638642170 / Niemiecki / Miękka / 2007 / 72 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Jura - Rechtsphilosophie, Rechtssoziologie, Rechtsgeschichte, Note: 14 Punkte (gut), Universitat Regensburg (Lehrstuhl fur BGB und Rechtsgeschichte), Veranstaltung: Rechtsgeschichteseminar uber die Republik Venedig, Sprache: Deutsch, Abstract: Unter der Terraferma versteht man die Festlandsbesitzungen Venedigs in Oberitalien, die seit Ende des 14. Jahrhunderts zu einem geschlossenen Territorium zwischen Adria, Alpen und den Flussen Po und Adda ausgebaut wurden. Ursprunglich versuchten die Venezianer auf ihr Hinterland politischen Einfluss auszuuben, ohne es militarisch erobern zu mussen. Das gelang durch den Aufbau eines Handelsmonopols. Der Transport lebenswichtiger Guter erfolgte zu jener Zeit hauptsachlich uber das Meer und dann uber das Flusssystem der Poebene, das im venezianischen Doganatsgebiet in die Adria mundete. Der Serenissima gelang es diese oberitalienischen Flusse unter ihre Kontrolle zu bringen. Die freie Schifffahrt wurde nur noch denen gestattet, die ihre Waren aus Venedig bezogen. Die Belieferung der oberitalienischen Kommunen mit Gutern erfolgte fortan weitgehend uber die Lagunenstadt, was zwangslaufig zu einem Abhangigkeitsverhaltnis fuhrte und die wirtschaftspolitische Herrschaft der Serenissima uber die Terraferma lange vor den venezianischen Eroberungszugen sicherte. Im Gegensatz zu dieser Politik des "Herrschens ohne zu herrschen" setzte sich im 14. Jahrhundert, stark begunstigt durch den zunehmenden Reichtum der Stadt, die Idee durch, die Terraferma mit kriegerischen Mitteln zu unterwerfen. Die vorliegende Studie stellt nun im einzelnen die Grunde fur diesen Sinneswandel in der venezianischen Auenpolitik dar. Das Hauptaugenmerk der Arbeit liegt aber auf der Verwaltung der Terraferma durch die venezianische Obrigkeit und auf den Folgen der Eroberung, also insbesondere auf den Vor- und Nachteilen, fur die Stadt Venedig. Daneben wird auch darauf eingegangen, wie sich der Lebensstil der patriz