ISBN-13: 9783565108015 / Niemiecki / Miękka / 68 str.
Das heutige Vertragsrecht ist für die digitale Welt nicht geschaffen.Jeden Tag geben Millionen von Menschen Willenserklärungen im Internet ab - beim Kauf, bei Abonnements, bei App-Berechtigungen oder beim Cookie-Consent. Doch im Gegensatz zu analogen Verträgen fehlt im digitalen Raum eine neutrale Infrastruktur, die Identität, Inhalt, Zeitpunkt und Verbindlichkeit solcher Erklärungen zuverlässig belegt.Während Behörden, Banken, Versicherungen und das Gesundheitswesen längst über hochregulierte digitale Systeme verfügen, bleibt der allgemeine Online-Vertragsverkehr weitgehend ungeschützt. Die Folge ist eine strukturelle Rechtsunsicherheit, die Verbraucher belastet, Unternehmen verunsichert und manipulative Geschäftsmodelle begünstigt.Dieses Buch analysiert die Regelungslücke des digitalen Vertragsrechts und entwickelt ein schlüssiges Reformmodell: neutrale, rechtlich regulierte Vermittlungsinstanzen, die digitale Willenserklärungen beweisbar, nachvollziehbar und rechtsverbindlich machen.Es zeigt, wie eine solche Struktur technisch, organisatorisch und europarechtlich umgesetzt werden kann - dezentral, interoperabel, datenschutzkonform und marktwirtschaftlich tragfähig. Zugleich wird aufgezeigt, wie eine reformierte Infrastruktur die digitale Wirtschaft stärkt, die Gerichtsbarkeit entlastet und den Schutz der Verbraucher verbessert.Anhand des Mediensektors wird veranschaulicht, wie die heutige Logik intransparenter Tracking- und Consent-Praktiken entsteht - und warum eine rechtsstaatliche Infrastruktur nicht nur Probleme löst, sondern neue, fairere Geschäftsmodelle ermöglicht.Eine fundierte, unabhängige Analyseschrift, die juristische Systematik, technisches Verständnis und gesellschaftliche Verantwortung verbindet - und einen konkreten Vorschlag liefert, wie der digitale Vertragsraum rechtsstaatlich erneuert werden kann.
Dieses Buch analysiert die Regelungslücke des digitalen Vertragsrechts und entwickelt ein schlüssige Grundlage für eine Reform.