ISBN-13: 9783638674386 / Niemiecki / Miękka / 2007 / 80 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Jura - Zivilrecht / Familienrecht / Erbrecht, Note: 14 Punkte, Universitat Bayreuth, 23 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Brisanz des Themenfeldes "anonyme Geburt" lasst sich insbesondere auf eine mangelnde rechtliche Verankerung zuruckfuhren, die im Konflikt mit ihrer praktischen Relevanz steht. Die differierenden Handhabungsweisen im europaischen Rechtsraum fuhrten in den letzten Jahren daher zu vielzahligen Disputen und Erorterungen sowie einer Reihe privatinstitutioneller Alleingange durch sozialorientierte Vereine. Zentraler Gedanke in der Diskussion um die Moglichkeit zur rechtlichen Institutionalisierung der anonymen Geburt und uberwiegendes Argument seitens der Befurworter, ist das Schutzinteresse zugunsten der Rechtsguter Leben und Gesundheit des Kindes. Als Konsequenz des Grundsatzes "Schutz von Leben" wird - in rechtlicher und gesellschaftlicher Hinsicht - die umfassende Anerkennung der Moglichkeit zur anonymen Geburt propagiert. Genauso uberzeugend wie das eben umrissene Leitmotiv erscheinen jedoch auch die Argumente der Gegenposition. Zum einen steht die aktuelle Gesetzeslage, insbesondere nach strafgesetzlichen Gesichtspunkten und der Regelung durch das Personenstandsgesetz, der Durchfuhrung von anonymen Geburten entgegen - teilweise anders verhaltender Praxis zum Trotz. Zum anderen konnen verfassungsrechtliche Positionen, insbesondere die des Rechts auf Kenntnis der eigenen Abstammung sowie das generelle Grundverstandnis von Elternschaft und Familie, einer derartigen rechtlichen Einrichtung entgegen gehalten werden. Diese Prinzipien finden sich daneben auch in den verfassungsrechtlich untergeordneten Normen des Burgerlichen Gesetzbuches wieder.