ISBN-13: 9783640822850 / Niemiecki / Miękka / 2011 / 40 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Lander - Neuzeit, Absolutismus, Industrialisierung, Note: 1,2, Universitat Osnabruck, Veranstaltung: Devianz und Delinquenz - 'Gute Policey' im 17. Jahrhundert, Sprache: Deutsch, Abstract: Einleitung Zunachst hauptsachlich im Rahmen der Rechtsgeschichte behandelt, bildete sich, mit Fokus auf die rechtlichen Grundlagen und die sozial- und kulturgeschichtlichen Aspekte, um das Thema der Devianz und Delinquenz von den Achtziger Jahren bis in die Neunziger Jahre ein eigenstandiges Forschungsfeld der historischen Kriminalitats- und Strafrechtsforschung aus. Im Zuge dessen erfuhren im Detail zunachst kleinere Randruppen wie Arme und Bettler, oder rechtliche Vorgange wie die strafrechtliche Sanktionierung, das Interesse der Forschung.1 Eine geschlechtsspezifische Betrachtung von Devianz und Delinquenz in der Fruhen Neuzeit wurde erst mit verstarkt aufkommendem Interesse an der Genderforschung seit Mitte der Neunziger Jahre in Angriff genommen. Anhand von Gerichtsakten und Verhorprotokollen konnten zum einen Statistiken uber Vergehen und deren Verurteilung nach Geschlechtern aufgeschlusselt erstellt werden. Zum anderen konnte aber auch anhand privater und offizieller Schriftstucke die zeitgemasse Bewertung devianten Verhaltens beider Geschlechter erarbeitet und in zumeist regionalen Studien zusammengefasst werden. Ebenso existieren diverse Regionalstudien zu dem Rauber- und Bandenwesen der Fruhen Neuzeit, die auch besonders Bezug auf die Rolle der Frauen im kriminellen Milieu nehmen. Fallstudien uber besonders herausstechende kriminelle Frauen belegen eine durchaus aktive weibliche Teilnahme im Bereich der Raub- oder Diebstahlsdelikte. Diese Regional- und Fallstudien konnen verstandlicherweise nur der exemplarischen Darstellung der Verhaltnisse dienen, von einer uberregionalen Gesamtdarstellung ist die Forschung noch weit entfernt. Im Folgenden werde ich der Frage nachgehen, in welchem Masse das weiblic"