ISBN-13: 9783640765140 / Niemiecki / Miękka / 2010 / 28 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Geschichte - Amerika, Note: 1,7, Universitat Bremen (Institut fur Geschichtswissenschaft), Sprache: Deutsch, Abstract: Vielfaltige Ursachen innen- wie aussenpolitischer Art hatten zur Abschaffung der Sklaverei in Hispanoamerika gefuhrt, innerhalb einer Dekade wurden in samtlichen Staaten des nordlichen Sudamerika Gesetze erlassen welche die Sklaverei unter Strafe stellten. Die Sklaverei in den Amerikas unterschied sich von anderen unfreien Arbeitsformen der Weltgeschichte, da die afrikanischen Sklaven durch eine radikale Entwurzelung aus ihrer sozialen und geographischen Umwelt entrissen wurden. In dieser Arbeit soll der Rassismus bezuglich der afrikanischstammigen Bevolkerung in Kolumbien untersucht werden, dabei soll der Fokus auf die Zeit der Unabhangigkeitsbewegungen Anfang des 19. Jahrhunderts gelegt werden, durch die unter der Fuhrung von Simon Bolivar die Republik Grosskolumbien geschaffen wurde. Wie spater genauer dargelegt werden soll, setzte Bolivar die Abschaffung des Sklavenhandels durch und trieb die Entwicklung der Abolition zumindest voran. Jedoch ist seinen Ausserungen und denen der politischen Elite dieser Zeit zu entnehmen, das diese Bestrebungen nicht von der Anerkennung einer gleichwertigen Wurde der afrokolumbianischen Bevolkerung abhingen sondern andere Grunde hatten. Das Verbot des Sklavenhandels durch den Verfassungskongress von Cucuta im Jahre 1821, die Schaffung des "free-womb-law" und die Institution der "Juntas de manumision" stellten erste Gesetzesanderungen in die Richtung der Abschaffung der Sklaverei dar. Die Umsetzung der Gesetze lief jedoch sehr schleppend und in manchen Regionen gar nicht ab. Bis 30 Jahre nach der Schaffung der Juntas wurden zum endgultigen Verbot der Sklaverei in Kolumbien 1852 nur wenige Sklaven freigelassen, diese Freilassungen jedoch haufig besonders stark durch Zeremonien und Festakte betont. Uber die Jahre hinweg nahm jedoch die Anzahl der freien Afrokolumbianer