ISBN-13: 9783638706148 / Niemiecki / Miękka / 2007 / 52 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich BWL - Controlling, Note: 1,3, Fachhochschule Wedel, Veranstaltung: Seminar BWL, 11 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Immer lauter wird die Kritik an der Genauigkeit der vor rund 100 Jahren entwickelten Kostenrechnungsverfahren, die auch heute noch weitraumig vor allem in Fertigungsbetrieben zum Einsatz kommen. Damals bildeten das Material und der Arbeitslohn die ausschlaggebenden Kostenblocke; Gemeinkosten in den indirekten Leistungsbereichen wie der Verwaltung, dem Qualitatswesen, der Logistik, der Beschaffung oder der F&E spielten eine eher untergeordnete Rolle. Doch zunehmende Rationalisierungen, technischer Fortschritt, fortschreitende Automatisierung der Produktion, Individualisierung der Nachfrage und der stetig steigende Wettbewerbsdruck durch Internationalisierung und Globalisierung der Markte fuhrten zu einem drastischen sowohl relativen als auch absoluten Gemeinkostenanstieg in den Betrieben. Dieser neuen Herausforderung werden traditionelle Wirtschaftlichkeitssteuerungsverfahren direkter Unternehmensbereiche nicht zuletzt wegen ihres meist kurzfristigen Charakters (Grenzplankosten-, Deckungsbeitragsrechnung) alleine nicht mehr gerecht. Quersubvention durch falsche Zuschlagssatze und Kostenblindflug sind vorprogrammiert, eine Erhohung der Unternehmenskomplexitat und damit strategische Fehlentscheidungen letztlich die Folge. Als Antwort setzte Mitte der 80er Jahre eine Bewegung in den USA ein, die als Rechnungsgrundlage fur Kostentrager Aktivitaten bzw. Prozesse anstelle der bis dato typischen funktionalen Organisationseinheiten in den Mittelpunkt der Betrachtung stellt. Horvath und Mayer adaptierten 1989 Grundvorstellungen des als Activity-Based-Costing (ABC) publizierten Verfahrens und modifizierten das amerikanische Konzept fur deutsche Kostenrechnungszwecke als Prozesskostenrechung (PKR). Der Grundstein von dem, womit sich diese Ausarbeitung befassen wird, war gelegt.