ISBN-13: 9783638649308 / Niemiecki / Miękka / 2007 / 34 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2001 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Lander - Mittelalter, Fruhe Neuzeit, Note: 1.3, Eberhard-Karls-Universitat Tubingen (Institut fur Neuere Geschichte), Veranstaltung: Die Reglementierung des taglichen Lebens durch Policey-Ordnungen in der Fruhen Neuzeit, 16 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: EINLEITUNG "Es war ein Kampf der Habgier, der Migunst und der Schadenfreude. Hatte hier einer muhsam etwas Hafer in seinen Sack gefat, so schlitzte das Messer des Nachbars schnell den Sack auf; dort diente das Brod als Wurfgeschutz; hier flo die Weinspende auf den Boden, indem jeder dem anderen das Gefa vom Munde wegri oder in die Zahne stie; die ausgeworfenen Silber- und sparlichen Goldgroschen wurden nur durch Wagni von Gesundheit und Leben erbeutet." (REICHARD: 273ff) "Nun kam die Reihe an den Erbschatzmeister, der aus einem roten, mit Gold durchwirkten Beutel goldne und silberne, groe und kleine Munzen auswarf. (...) Verschiedene Munzen fielen vor mir nieder, allein ich scheute mich, sie aufzuheben, denn sobald ich dazu Anstalt machte, war gewi ein Dutzend da, das auch Jagd darauf machte; um also meine Hande nicht zertreten zu lassen, mute ich Verzicht darauf tun." (ANONYMUS: 22) Beide Zitate kommen von der gleichen Feier zur Kronung Franz II. 1792, genauer gesagt von der Verrichtung der Erzamter und der anschliessenden Preisgabe. Das erste Mal schreibt allerdings ein reicher Burger, der sich einen Fensterplatz im Romerberg reservieren konnte, das zweite Mal schreibt ein einfacher Burger, der in der Mitte in der Menge steht. Die Unterschiede sind deutlich zu sehen. Liest man diese beiden Zitate, verwundert es nicht, dass die Obrigkeit versucht hat, die Feierlichkeiten, besonders den weltlichen Teil, in irgendeine Weise zu regeln und zu ordnen. Durch Kronungen kam eine grosse Menge von Gasten in die Stadt, nicht nur Adlige, sondern auch Menschen aus den unteren Schichten. Aber es wurden auch eine Me