ISBN-13: 9783640924479 / Niemiecki / Miękka / 2011 / 84 str.
ISBN-13: 9783640924479 / Niemiecki / Miękka / 2011 / 84 str.
Masterarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Lander - Zeitalter Weltkriege, Note: 1,3, Europa-Universitat Flensburg (ehem. Universitat Flensburg) (Geschichte und ihre Didaktik), Sprache: Deutsch, Abstract: Wahrend der Lekture von Rolf Hochhuths Stellvertreter begegnete mir Papst Pius XII. zum ersten Mal. Erganzende Recherchen zu der historischen Person des Papstes, der mit burgerlichem Namen Eugenio Pacelli hie, offenbarten mir dann schnell eine in der Geschichtswissenschaft hochst umstrittene Figur. Das Schauspiel selbst hat einen betrachtlichen Teil zur Entstehung einer Debatte beigetragen, die bis in die heutige Zeit hineinreicht. Hochhuth erhebt in seinem Buhnenstuck die Anschuldigung, dass der Papst angesichts des Holocausts aus eigenen wirtschaftlichen Interessen und aus Angst vor der Ausbreitung des Kommunismus "geschwiegen" habe. Obwohl es auch vor der Urauffuhrung des Stellvertreters 1963 bereits kritische Stimmen gegen das Verhalten Pius' XII. wahrend des Zweiten Weltkrieges, insbesondere zur Judenverfolgung und -vernichtung gegeben hatte, begann sich zu diesem Zeitpunkt auch das offentliche Bild des Pacelli-Papstes zu wandeln. Waren sich noch unmittelbar nach dessen Tod 1958 nicht nur die Glaubigen "einig in ihrem Lob fur die Lebensleistung Eugenio Pacellis," so waren die Anschuldigungen gegen Pius XII., auch von Seiten der Historiker, seit Hochhuths Stellvertreter doch gravierend. Diese Vorwurfe gegen den Papst richten sich auch schon gegen Pacellis Aktivitaten vor Beginn seines Pontifikates 1939. So habe Pacelli bereits als Kardinalstaatssekretar mit dem von ihm ausgehandelten Reichskonkordat 1933 fur eine offizielle Anerkennung Adolf Hitlers und des nationalsozialistischen Regimes vor den Augen der Welt gesorgt. Um das Konkordat nicht zu gefahrden, habe er sogar die Selbstauflosung der katholischen Zentrumspartei gefordert. Grundsatzlich soll der Papst totalitare Regime eher befurwortet haben als liberal-demokratisch