ISBN-13: 9783638677578 / Niemiecki / Miękka / 2007 / 108 str.
Magisterarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Politik - Politische Systeme - Politisches System Deutschlands, Note: 1,5, Gottfried Wilhelm Leibniz Universitat Hannover (Insititut der Politischen Wissenschaft), 166 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Welche Rolle spielt die Frage der sozialen Gerechtigkeit fur die gesellschaftliche Entwicklung? Sind die normativen Werte im Laufe der Historie unverandert geblieben? Welche Gerechtigkeitsvorstellungen konnten die Oberhand gewinnen und welche Vorstellungen wurden zuruckgedrangt? In dieser Arbeit soll der ambitionierte Versuch unternommen werden, normative Gerechtigkeitskonzepte mit den realen, soziookonomischen Entwicklungen der Bundesrepublik Deutschland in Bezug zu setzen. Dabei sollen die theoretischen Gerechtigkeitskonzeptionen als normative Magabe fur das politische Handeln betrachtet werden, um im Zweifelsfall als kritischer Bezugspunkt zur realen Gesellschaftspolitik zu fungieren.8 Die Theorieentwurfe stellen hierbei das fiktive "Sollen" fur die Entwicklung der demokratischen Gesellschaft auf, wobei sie naturlich keine konkreten Antworten auf die gesellschaftlichen Probleme geben konnen, sondern lediglich Anleitungen zur Behebung skizzieren. Im folgenden mochte ich daher zunachst den Begriff der sozialen Gerechtigkeit in seinen verschiedenen Facetten herausarbeiten. Diese Darstellung beschrankt sich dabei auf keine wissenschaftliche Fachdisziplin, sondern umfasst unterschiedliche und zugleich interdisziplinare Verstandnisse der Begrifflichkeit. Naturlich ist es anschlieend unabdingbar die wichtigsten Theorien der aktuellen Debatte zur Frage der sozialen Gerechtigkeit zu benennen, allen voran den "Egalitaren Liberalismus"von John Rawls. Mit seinem Hauptwerk "A theory of justice" aus dem Jahre 1971 gelang es dem Amerikaner Rawls, die Frage der gesellschaftlichen Gerechtigkeit wieder auf die Tagesordnung der Politischen Philosophie zu bringen. Dieses Anliegen war insbesondere deshalb von