ISBN-13: 9786209579349 / Niemiecki / Miękka / 2026 / 68 str.
Das zentrale Nervensystem (ZNS) ist die zweithäufigste Stelle für Neoplasien bei Kindern. Die infratentorielle Region ist die häufigste Stelle für ZNS-Neoplasien in der pädiatrischen Population. Das Kleinhirnastrozytom steht hinsichtlich der Häufigkeit seines Auftretens an zweiter Stelle nach dem Medulloblastom. In der verfügbaren Literatur besteht jedoch trotz seiner relativen Häufigkeit eine gewisse Verwirrung hinsichtlich seiner histopathologischen Klassifizierung und Behandlung. Russell und Rubinstein unterteilten Kleinhirnastrozytome in die folgenden Gruppen: juvenile pilozytische Astrozytome, eine Form, die juvenilen pilozytischen Astrozytomen ähnelt, jedoch mehr Gliazellenfibrillen und Bereiche mit schwammartigem Gewebe aufweist, sowie diffuse Astrozytome. Kleinhirnastrozytome sind gutartige Tumoren im Kindesalter, die bekanntermaßen mit einer ausgezeichneten Langzeitüberlebensrate bei Patienten verbunden sind, bei denen eine vollständige chirurgische Resektion möglich ist. Die Rolle anderer Faktoren - klinischer, radiologischer, histologischer und therapeutischer - für das Überleben des Patienten, das Wiederauftreten des Tumors und das Langzeitergebnis für den Patienten ist jedoch nach wie vor unklar. Es wird empfohlen, spezifischere Informationen über den Einsatz fortschrittlicher Magnetresonanztechniken bei der Beurteilung von pädiatrischen Hirntumoren zu beschaffen.