ISBN-13: 9783656548102 / Niemiecki / Miękka / 2013 / 28 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Padagogik - Geschichte der Pad., Note: 1,3, Technische Universitat Dortmund, Sprache: Deutsch, Abstract: Die vorliegende Arbeit beschaftigt sich mit der Knabenliebe in der griechischen Antike, der sogenannten Paderastie. Diese geistige und sexuelle Beziehung zwischen einem Knaben und einem erwachsenen Mann wurde aufgrund seines padagogisch-orientierten Charakters nicht nur akzeptiert, sondern in der Antike als einzig wahre Liebe angesehen. Sie wurde daher nicht selten der Frauenliebe vorgezogen. Diese, bis heute ratselhaft gebliebene, Erscheinung der griechischen Antike, muss sich nicht selten dem Vergleich zur Homosexualitat unterziehen. Ob diese Gegenuberstellung gerechtfertigt ist, wird kontrovers diskutiert und im spateren Verlauf der Arbeit naher erlautert. Um eine zeitliche Eingrenzung des Themas vorzunehmen, konzentriert sich die Arbeit schwerpunktmaig auf die Zeit vom 6. bis ins 4. Jahrhundert vor Christus. Dieser Zeitraum wurde bewusst gewahlt, da diese als die "Blutezeit" der Paderastie gesehen werden kann und hier die verlasslichsten Quellen vorzufinden sind. "Aus fruheren Zeiten fehlen eindeutige Zeugnisse, ohne da deswegen die Behauptung zulassig ware, die Knabenliebe sei damals nicht praktiziert worden" (FISCHER 1997, S. 183). Des Weiteren erfuhr die Paderastie ab dem 4. Jahrhundert einen Wandel in ihrer Bedeutung. Auf diesen Aspekt soll aber ebenfalls spater naher eingegangen werden. Die Arbeit gibt zunachst einen Uberblick uber die Begriffsbestimmungen der Paderastie und grenzt sie in einem weiteren Schritt von der Homosexualitat ab. Anschlieend wird die Entstehungsgeschichte der Paderastie erlautert und die beiden Entwicklungstypen dorische und klassische Knabenliebe dargelegt. Nachdem die Merkmale der Knabenliebe ausfuhrlich erlautert wurden, wird in einem weiteren Punkt geschildert, wie ein paderastisches Verhaltnis zustande kam und welche Bedeutung die Sexualitat in der Knabenliebe ausfullte. Zum