ISBN-13: 9783638597883 / Niemiecki / Miękka / 2007 / 28 str.
ISBN-13: 9783638597883 / Niemiecki / Miękka / 2007 / 28 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Thema: Frieden und Konflikte, Sicherheit, Note: 1,0, Freie Universitat Berlin (Ottto-Suhr-Institut fur Politikwissenschaften), Veranstaltung: Einfuhrung in die Friedens- und Konfliktforschung, 20 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Demokratien fuhren Kriege. Nicht gegeneinander, aber gegen Staaten anderen Systemtyps. Der empirische Befund zum Demokratischen Frieden ist ein Zweifacher. Trotzdem scheint es als wurde der Erkenntnis, dass Kriege auch fur Demokratien kein auszuschliessendes Instrument der internationalen Politik sind und prinzipiell eben so haufig von ihnen genutzt werden, wie von Nichtdemokratien, eine stiefmutterliche Rolle zugeschrieben werden. Im Zentrum der Aufmerksamkeit findet sich die weitaus positiver besetzte Aussage, dass Demokratien untereinander friedlich sind. Problematisch ist die Reduktion des Doppelbefundes nicht nur aus wissenschaftlicher Sicht, sondern vor allem aufgrund der unvergleichbaren Popularitat, die diesem Forschungsergebnis auch von Seiten der Politik zukommt. Mit dem Charakter eines Gesetzes ausgestattet, hat die empirische Erkenntnis der gegenseitigen Friedfertigkeit von Demokratien seit ihrem Aufkommen einen enormen Einfluss auf aussenpolitische Strategiepapiere und Handlungsweisen genommen. Der Demokratische Frieden wird zur Handlungsanleitung, das durch ihn geforderte demokratische Selbstbewusstsein zur Konfliktursache. Demokratisierung und damit die Erweiterung der Anzahl demokratischer Staaten im Internationalen System wird als einzige Moglichkeit gesehen, einen weltweiten Frieden im Kantschen Sinne zu installieren. Dabei wird das Mittel des Krieges immer seltener ausgeschlossen. Paradoxerweise soll der Krieg zum Garant des Friedens werden. Diese spannungsvollen Auslegungen des Demokratischen Friedens sind auch ein Ergebnis der haufig einseitigen Auseinandersetzung mit dem Doppelbefund. Wahrend verschiedenste Grunde"