ISBN-13: 9783638916233 / Niemiecki / Miękka / 2008 / 28 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Romanistik - Franzosisch - Linguistik, Note: 2,0, Friedrich-Schiller-Universitat Jena (Institut fur Romanistik ), Veranstaltung: Wortbildung im heutigen Franzosisch, 14 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: 1. Begriffsdefinition - Was ist ein Kompositum? Bei dem Phanomen der Komposition, auch Zusammensetzung genannt, lasst sich nicht die eine richtige und erschopfende Definition nennen. In der Literatur sind zahlreiche Definitionsversuche verschiedener Autoren zu finden, die untereinander stets Bezug aufeinander nehmen. Eine gelaufige Definition liefert hierbei Annegret Bollee, die das Kompositum als ein Wortbildungsverfahren beschreibt, "bei dem mindestens zwei Lexeme zusammengefugt" werden (1995:64). Die grote Produktivitat besitzt dieses Verfahren bei der Bildung von Substantiven. Auch Adjektive und Verben konnen zusammengesetzt werden. Jedoch spielt die Komposition bei Ersteren (etwa sourd-muet, aigre-doux) lediglich eine untergeordnete Rolle. Zusammensetzungen von Verben wurden in der Vergangenheit nach heute nicht mehr produktiven Mustern gebildet (z.B. maintenir, bouleverser). Bollee meint, dass heute einzig folgendes Muster produktiv sei: avoir faim, prendre froid, tenir tete, faire face, faire greve, faire escale. Allerdings ist nicht eindeutig klar, ob diese Form uberhaupt als Zusammensetzung anzusehen ist. Des Weiteren weist sie darauf hin, dass sich bei der Nominalkomposition primar das Problem der Unterscheidung zwischen Komposita (Wortbildungsprodukten) und freien syntaktischen Fugungen (oder Kollokationen) stellt. Um zu klaren, welche Verbindungen von zwei oder mehr Lexemen zu den Komposita gerechnet werden sollen und welche nicht, fuhrt sie folgende Bildungen als potentielle Kandidaten mit Beispielwortern an: A. Substantiv + Substantiv: cigarette-filtre, bar-restaurant. B. Verblexem + Substantiv: garde-robe, porte-monnaie, ti