ISBN-13: 9783640783205 / Niemiecki / Miękka / 2010 / 32 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Politik - Politische Systeme - Historisches, Note: 1,0, Universitat Mannheim (Lehrstuhl fur Politische Wissenschaft II), Sprache: Deutsch, Abstract: Nach wie vor ist der Neorealismus eine der popularsten strukturellen Theorien zur Erklarung von internationaler Politik und Krieg. Seit dem ersten Erscheinen der Theorie in den 1940er Jahren wurde der Realismus kontinuierlich verbessert und ausgefeilt. Heute sehen wir im Neorealismus eine Theorie, die den Anspruch erhebt, aufgrund grundlegender Kernannahmen (Anarchie, Staat als einheitlicher rationaler Akteur, Sicherheitsstreben/-Dilemma, Streben nach Macht/Hegemonie, Informationsmangel, Bildung von Allianzen) und deren Dauerhaftigkeit, Staatsverhalten im Konfliktfall erklaren und vorhersagen zu konnen. Aufgrund der Behauptung, dass diese Kernannahmen ein dauerhafter Zustand und verantwortlich fur das Staatsverhalten sind, liegt dem Neorealismus eine gewisse Zeitlosigkeit und "Oberflachigkeit" zugrunde. Das bedeutet, dass es im Neorealismus nicht darum geht, Kriege aus epochalen und individuellen, eben historischen Gegebenheiten und Details zu erklaren, sondern aus strukturellen, de facto "naturlich bedingten" Gegebenheiten. Demzufolge entstehen Kriege gema dem Prinzip, dass Staaten sich in einer bestimmten Situation gar nicht anders verhalten konnen. Das Internationale System erlaubt schlicht kein anderes Verhalten. Neorealisten begrunden und demonstrieren diese Zeitlosigkeit gerne anhand historischer Beispiele. Sie zeigen, dass Gromachte, die sich durch ihr Streben nach Macht und Sicherheit zum Hegemon im System ausbildeten, notwendig am "balancing" anderer Staaten, d.h. am System und damit immer auf dieselbe Weise scheiterten. Historiker mussen hier den Einwand einbringen, dass Geschichte dadurch einen zyklischen Charakter erhalt. Geschichte wirkt dadurch so "vereinfacht," als ob sie sich mit dem Aufstieg und Fall der Gromachte stets wiederholen wurde und blo d