ISBN-13: 9783638776530 / Niemiecki / Miękka / 2007 / 24 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Thema: Frieden und Konflikte, Sicherheit, Note: 1,7, Albert-Ludwigs-Universitat Freiburg (Seminar fur Wissenschaftliche Politik), Veranstaltung: GkII: Der 11.09. 2001 und der globale Krieg gegen den Terror, 22 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Aktivitaten der regionalen Warlords und deren Milizen behindern den Prozess des Wiederaufbaus und der Demokratisierung Afghanistans erheblich. Ubergriffe auf die Zivilbevolkerung und zivile Mitarbeiter von Hilfsorganisationen, militarische Zusammenstosse zwischen Milizen verfeindeter Warlords, sowie Einschuchterungen, Erpressungen und Landnahme durch bewaffnete Kampfer sind immer noch alltaglich. Die nach der Absetzung der Talibanregierung sprunghaft angestiegene Opiumproduktion sowie der damit verbundene Schmuggel von Drogen und Waffen ist ein weiteres grosses Problemfeld, in dem die Warlords stark involviert sind. Viele der Problemfelder und Hindernisse fur den nation-building Prozess kulminieren in den Aktivitaten der Warlords. Ziel dieser Arbeit ist es zu untersuchen, inwiefern die Warlords und ihre Gewaltokonomien" zentrale Hindernisse fur die Demokratisierung und den Wiederaufbau Afghanistans darstellen. Kernfragen der vorliegenden Arbeit sind unter anderem die Frage nach den historischen Ursachen der gegenwartigen Gewaltstrukturen in Afghanistan, sowie die Frage, wie sich diese Privatisierung von Gewalt" auf den Demokratisierungsprozess auswirkt. Dabei wird hier besonders auf die okonomischen Grundlagen der Macht der Warlords eingegangen werden. Besonderen Raum wird dabei dem Opiumanbau eingeraumt, der in der agrarisch gepragten Wirtschaft Afghanistans eine dominierende Rolle spielt und die Kabuler Regierung vor enorme Probleme stellt. Eine weitere zentrale Frage ist, ob und inwiefern sich die Ambitionen der Warlords unter Umstanden in den nation-building Prozess einbinden lassen konnen, und welche Gefahren