ISBN-13: 9783640442874 / Niemiecki / Miękka / 2009 / 30 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte, Friedrich-Schiller-Universitat Jena (Politikwissenschaften), Sprache: Deutsch, Abstract: Seit der Staatsgrundung 1830, stehen sich zwei vollig unterschiedliche Volksgemeinschaften gegenuber und wagten den Versuch eines gemeinsamen Einheitsstaates. Ein neuer Nationalstaat wurde erschaffen, um die Interessen anderer Staaten zu schutzen, den Frieden in Europa zu sichern und das europaische Machtegleichgewicht zu bewahren. Aufgrund der weltanschaulichen und sprachlichkulturellen Unterschiede wurde der Zusammenschluss zwischen den niederlandischsprachigen Flamen und den franzosischsprachigen Wallonen als reines Kunstprodukt bezeichnet. Der Sprachenstreit in Belgien, wird gern als Anlass fur samtliche Auseinandersetzungen zwischen Flamen und Wallonen angesehen. Aber es ist meiner Ansicht nach ein Trugschluss, diesen Konflikt allein auf den Sprachkonflikt zuruck zu fuhren. Mit dem Sprachenkonflikt ist der Kulturstreit untrennbar verbunden, da er Ursache und Wirkung zugleich ist. Als Folgeerscheinung der unterschiedlichen Kulturen bildeten sich differente Religionen und Weltanschauungen aus. Ein wichtiger Faktor im flamisch-wallonischen Konflikt, stellte die unterschiedliche wirtschaftliche Entwicklung in beiden Regionen da. Neben den Diskriminierungen der sprachlichen und kulturellen Identitat der Flamen hatten die Diskrepanzen in der Wirtschaftspolitik entscheidenden Anteil am zustande kommen der Staatsreformen ab 1962.In folgendem Verlauf werde ich die historisch und ideologisch gepragten Unterschiede zwischen den flamischen und frankophonen Gruppierungen aufzeigen und die Ergebnisse der Sprachgesetze von 1962 naher erlautern. Die Sprachgesetze sollten den flamisch- wallonischen Konflikt eindammen und helfen, dass sich die zerstrittenen Gebiete in Belgien gegenseitig respektieren. Doch konnen blosse Sprachgesetze alleinig nic"