ISBN-13: 9783640377190 / Niemiecki / Miękka / 2009 / 110 str.
Magisterarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Orientalistik / Sinologie - Sonstiges, Note: gut, Universitat Wien (Sinologie), Sprache: Deutsch, Abstract: Diese Arbeit ist Teil des jungen Forschungsfeldes der Overseas Chinese Studies. Das Verhaltnis der in Europa lebenden ethnischen Chinesen zu China ist ein wichtiger Faktor im Verhaltnis zwischen der VR China und Europa. Grundlegend fur die Frage nach dem Verhaltnis der "Uberseechinesen" zu China ist deren Identitatsbildung. Diese wird hier durch die Methode des narrativ-biographischen Interviews untersucht, wobei der Fokus auf der Identitatsbildung von chinesischen Kunstlern in Wien liegt. Kunstler wurden als Zielgruppe gewahlt, da sie als eine "Verkorperung von Kultur" gesehen werden konnen, was fur die Frage nach Idenditatsformation, bei der Migration von einem Kulturkreis in einen anderen, besonders interessant ist. Und sie konnen als Sinnproduzenten und Identitatsstifter gesehen werden. Diese beiden Eigenschaften sind grundlegend fur Identitatsbildung bei Emigranten, wenn Migration nicht zu einem Gefuhl der Entwurzelung fuhren soll. Zunachst beschaftigt sich diese Arbeit allgemein mit Identitatsbildung, unter anderem mit Bezug auf Paul Ricoeur, Niklas Luhmann, Erik Erikson und George H. Mead. Dadurch wird verstandlich gemacht, weshalb das narrativ-biographische Interview zur Untersuchung von Identitatsformation geeignet ist. Die Methode des narrativ-biographischen Interviews wird vor allem in Anlehnung an Gabriele Lucius-Hoene und Arnulf Deppermann erlautert. Ausschlaggebend fur die Untersuchung von narrativer Identitat ist das Konzept von Bruch und Kontinuitat in der Lebensgeschichte. Kontinuitat fur die Lebensgeschichte wird oft erst im Nachhinein, wahrend des Erzahlens, hergestellt. Um die Interviews vorzubereiten, wurde erst eine Hintergrundrecherche zu den Themen Migration und Kunstler/(Intellektuelle) ausgefuhrt. Nach den individuellen Analysen der Interviews wird die Theorie postuliert, dass sich die I