ISBN-13: 9783656325819 / Niemiecki / Miękka / 2012 / 88 str.
Magisterarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Philosophie - Praktische (Ethik, Asthetik, Kultur, Natur, Recht, ...), Note: 2,00, Ludwig-Maximilians-Universitat Munchen (Philosphie), Sprache: Deutsch, Abstract: Einleitung Warum sollen wir uns mit dem Thema Demenz auseinandersetzen, mit einer Krankheit, bei der jeder hofft, dass sie einen selbst nie betrifft? Im Moment zeigt sich in der demographischen Entwicklung folgendes Bild: Mit der zunehmenden Lebenserwartung steigt die Zahl alter und vor allem hochbetagter Menschen in unserer Gesellschaft stetig an. Wir werden zwar immer alter, aber mit groer Wahrscheinlichkeit auch uber einen immer langeren Zeitraum pflegebedurftig. Da das Alter als Hauptrisikofaktor fur das Entstehen von Demenz des Alzheimertyps gilt, steigt auch die Anzahl der Demenzkranken von Jahr zu Jahr an. Alzheimer scheint zu einer Volkskrankheit zu werden. Aufgrund der sinkenden Geburtenraten stehen dem gegenuber immer weniger Junge zur Verfugung, die fur die Versor¬gung und Pflege sorgen. Aber Demenz wird nicht nur eine immer groer werdende Herausforderung fur die Gesellschaft sein, sondern auch das Verstandnis von Selbstbestimmung und Menschenwurde beruhren. Es herrscht Angst vor einem solchen "Tod auf Raten." Hilflosigkeit, finanziell beschrankte Mittel und Abhangigkeit von Pflegenden fuh-ren oft dazu, dass pflegebedurftige Menschen unwurdig behandelt werden. Pflege-bedurftigkeit wird von Vielen als Bedrohung der Wurde gefurchtet. In ihren Augen ist menschenwurdiges Leben mit der Fahigkeit zur Fuhrung eines selbstan-digen Lebens und Selbstbestimmung verbunden. Menschenwurdige Pflege sollte selbstverstandlich sein und die Wurde der Kranken wahren.