ISBN-13: 9783656444374 / Niemiecki / Miękka / 2013 / 32 str.
Facharbeit (Schule) aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Sonstiges, Note: 2+, Sprache: Deutsch, Abstract: Wenn ich an meine Kindheit zuruckdenke, so kommt es mir gleich in den Sinn, dass ich als Schulkind hauptsachlich nachmittags oder abends ferngesehen habe. Vormittags gab es Schule, danach die Erledigung von Hausaufgaben und anschlieend das Mittagsessen zu Hause. Ich bin in Polen aufgewachsen, in einer kinderreichen (7. Kinder Familie), in der oft Streit zwischen alterem und jungerem Geschwister um die Fernbedienung gab. Oft musste die Mutter zwischen uns einschreiten um den Kampf um die Fernbedingung zu schlichten bzw. uns diese zu entziehen, wenn keine Einigung zu erreichen war. Als ich 7 Jahre alt war, (ich bin 1975 geboren), kann ich mich gut erinnern, dass ich mit dem Leitmedium Fernseher durch meine Tante in Beruhrung gekommen bin. Sie hatte uber uns mit ihren 6 Kindern gewohnt und veranstaltete beinahe jeden Abend bei sich eine groe Fernsehstunde. Zu diesen Zeiten gab es in den Ostblocklandern den Sozialismus, welcher speziell in Polen 1989 durch den Sieg der Oppositionsbewegung "Solidarnosc" abgelost wurde. Es war durchaus ublich, dass nicht alle Familien im Besitz eines Fernsehgerats waren und so schauten ca. 20 Personen (Kinder und Erwachsene) in einem Raum fern zusammen. Man hat nicht nur bei einem Film zusammen gelacht oder war bei bestimmten Szenen zu Tranen geruhrt, sondern man konnte sich uber die vielfaltigen Eindrucke gegenseitig austauschen. Wenn ich das Phanomen aus heutiger Sicht betrachte, so wird mir erst bewusst, dass diese gemeinsamen Abendstunden wesentlich dazu beigetragen haben, das Zusammengehorigkeitsgefuhl zwischen den Nachbarn in unserem Haus zu starken. Mit der Zeit war jeder Nachbarteil im Besitz seines eigenes Fern-sehers, so dass, sich der Medienkonsum in den eigenen vier Wanden abspielten konnte. ...]