ISBN-13: 9783656218586 / Niemiecki / Miękka / 2012 / 36 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Mediengeschichte, Note: 1,0, Leuphana Universitat Luneburg (IFKM), Veranstaltung: Medien im Mittelalter, Sprache: Deutsch, Abstract: Medien sind aus unserem heutigen Alltag nicht mehr hinweg zu denken. Sie durchdringen als dominante Steuerungs- und Orientierungsinstanzen alle gesellschaftlichen Teilsysteme. Jedoch kommunizierten die Menschen auch vor Telefon, Internet und Rundfunk miteinander - wenn auch mit Medien anderer Formen und auch mit solchen Medien, denen heute gar kein Mediencharakter mehr zugeschrieben wird. Auch wenn sich die Medien uber die Jahrhunderte gewandelt haben, und zum Teil ihren Mediencharakter sogar verloren haben, so leben doch viele Funktionen, wenn auch in modifizierter Form, in anderen auch heute aktuellen Medien weiter fort: Medien waren schon immer Mittel zur Legitimation oder Reprasentation von Herrschaftsanspruchen, Werbung und Propaganda, Information, Wissensspeicherung, Unterhaltung sowie sozialer Regulation und Kompensation (vgl. Kapitel 5.2). Durch diese funktionalen Aquivalenzen sind historische und aktuelle Medien miteinander verbunden, auch wenn sie durch Jahrhunderte oder gar Jahrtausende technischer, kultureller und gesell-schaftlicher Entwicklung getrennt sind. Diese Hausarbeit beschaftigt sich medienwissenschaftlich mit der Bedeutung des Mediums Glasfenster in den komplexen kulturellen und gesellschaftlichen Kontexten des Mittelalters. Dazu wird zunachst der zeitliche Rahmen des Mittelalters bestimmt und die medienkulturelle Bedeutung der mittelalterlichen Teiloffentlichkeit Kirchenraum erortert, dessen systemspe-zifisches Medium das Glasfenster war (vgl. Kapitel 4), um schlielich die funktionalen Aquiva-lenzen des Glasfensters herauszuarbeiten und in Bezug zu den Funktionen heutiger Medien wie beispielsweise dem Kino, dem Plakat und der (digitalen) Videotafel zu setzen. Die Erkenntnisse uber die fu