ISBN-13: 9783656714156 / Niemiecki / Miękka / 2014 / 28 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Philosophie - Philosophie des 19. Jahrhunderts, Note: 1,0, Universitat Duisburg-Essen (Fachbereich 1 Philosophie), Veranstaltung: Hauptseminar: Das Zeitproblem in der modernen Philosophie, 9 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: "It doubtless seems highly paradoxical to assert that Time is unreal, and that all statements which involve its reality are erroneous. ...] So decisive a breach with that natural position is not to be lightly accepted." Mit diesen Worten beginnt John M. E. McTaggart seinen 1908 erschienenen Aufsatz The unreality of Time" und gab damit den Anstoss zur sprachanalytischen Zeitphilosophie. Wie wird Zeit erfahren? Welche Faktoren sind massgeblich fur die Zeit? Wie lange dauert die Gegenwart eines Ereignisses an? Wann geht es in die Vergangenheit uber? Ist Zeit subjektiv oder objektiv? Diese Fragen beruhrt McTaggart in seinem Aufsatz und gelangt bei ihrer Beantwortung zu dem Ergebnis, dass Zeit nicht real sein kann. McTaggart ist sich von vornherein im Klaren daruber, dass sein Irrealitatsbeweis ein Bruch mit der Common sense-Auffassung von Zeit bedeutet und viele Kritiker auf den Plan rufen wird. Dem vorzubeugen brachte er selbst einige naheliegende Einwande ein, die er zu widerlegen wusste. Doch blieb Kritik selbstverstandlich nicht aus. Etwas derart allgegenwartig Erscheinendes, wie die Zeit, als irreal zu entlarven, beschaftigt die Philosophie seit nunmehr fast einem Jahrhundert Die vorliegende Arbeit geht deshalb der Frage nach, ob McTaggart zu seiner Annahme der Irrealitat der Zeit berechtigt ist oder ob er nicht doch einem Trugschluss unterliegt. Untersucht wird dies zum einen mit Hilfe von Kants Zeitbestimmungen, auf die McTaggart sich unterstutzend beruft, zum anderen mit McTaggart-kritischen Aufsatzen von Michael Dummett und D. H. Mellor. Im folgenden Kapitel soll zunachst McTaggarts Irrealitatsbeweis der Zeit dargestellt werden. Zeit wird, McTaggart zufolge, auf zweie