ISBN-13: 9783484107922 / Niemiecki / Twarda / 1999 / 72 str.
Matronymika, also Benennungen nach der Mutter statt nach dem Vater einschlielich daraus entstandener Familiennamen, sind, gemessen am europaischen Durchschnitt, uberraschenderweise gerade im jiddischen Sprachbereich ungewohnlich haufig, obwohl die traditionelle judische Kultur und manchmal speziell das osteuropaische Judentum als patriarchalisch par excellence gelten. Die vorliegende Arbeit verfolgt die raumlich-zeitliche Entfaltung der Matronymika von biblischen Zeiten bis heute, insbesondere auch durch die jiddische Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts. Sodann unternimmt sie es, die faszinierende Komplementaritat der sozialgeschichtlichen (hier familienstrukturellen) und der mentalitatsgeschichtlichen (hier religiosen) Ursachen aufzudecken.