ISBN-13: 9783638678261 / Niemiecki / Miękka / 2007 / 52 str.
ISBN-13: 9783638678261 / Niemiecki / Miękka / 2007 / 52 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Psychologie - Sozialpsychologie, Note: sehr gut, Gottfried Wilhelm Leibniz Universitat Hannover (Psychologisches Institut), Veranstaltung: Freuds Massenpsychologie als psychoanalytische Sozialpsychologie, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Erschutterung des ersten Weltkriegs und die dadurch beschleunigten politischen Umbruche in Europa entfachten das Nachdenken Sigmund Freuds uber gesellschaftliche Phanomene erneut. In seiner umfangreichen Studie aus dem Jahre 1921 (, Massenpsychologie und Ich-Analyse") wendet Freud sein individualpsychologisches Wissen auf Kollektiverscheinungen an und bietet eine Erklarung der Massenphanomene. Er bezieht sich auf seine Vorganger G. Le Bon, S. Sighele, McDougall, W. Trotter u.a.. Alle diese Autoren beschrieben Massen als Zusammenrottung von Menschen, wobei meistens das intellektuelle Niveau der Massenmitglieder absinkt, aber ihr affektives Potential verstarkt wird. Aufbauend auf die Struktur des Ausgangswerkes versucht die vorliegende Arbeit einige Kernansatze Freuds heraus zu arbeiten. Gerade im 20. Jahrhundert waren Massenphanomene in der Politik von grotmoglicher Wirkung. Unter diesem Gesichtspunkt schliet diese Arbeit mit einer kritischen Betrachtung nach Adorno. Die strikte Trennbarkeit, Unterschiedlichkeit bis hin zur Unabhangigkeit die sich zwischen Individual- und Massenpsychologie vordergrundig aufdrangt, erweist sich beim "Blick hinter die Fassaden" schnell als nicht haltbar. Individualpsychologie- sicherlich diese Richtung der Psychologie beschaftigt sich mit dem Individuum, dem Einzelnen und seiner Einzigartigkeit, dieses lat sich schon am Begriff festmachen. Doch der Kern der Wissenschaft liegt in dem Versuch die Wege, die das Individuum zur Befriedigung seiner Triebregungen2 wahlt aufzuzeigen, ja nachvollziehbar zu machen. Hier spielt die Beziehung des Einzelnen zu anderen Individuen eine wesentliche Rolle. Freud stellt dar, da der Andere im Seelenleben des Einzelnen