ISBN-13: 9783656470649 / Niemiecki / Miękka / 2013 / 40 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Lander - Mittelalter, Fruhe Neuzeit, Note: 1,3, Friedrich-Schiller-Universitat Jena (Historisches Institut), Veranstaltung: Fruhe Neuzeit: Kaiser und Reich am Beginn der Neuzeit, Sprache: Deutsch, Abstract: Im Jahr 2003 lie das ZDF seine Zuschauer fur die Fernsehsendung "Unsere Besten" die bedeutendsten Deutschen wahlen. Im abschlieenden Ranking belegten zahlreiche Politiker, Kunstler und Gelehrte die vorderen Platze. Obwohl uber einige Entscheidungen diskutiert wurde, blieb die Wahl Martin Luthers, der nach Konrad Adenauer den zweiten Platz belegte, unumstritten; zu offensichtlich sind die Einflusse seines Wirkens auf die deutsche Geschichte. Dass der Protestantismus als gultige Lehre des Christentums anerkannt wurde, ist auf Luthers Wirken in der politischen Wirklichkeit zuruck zufuhren. Da Luther einerseits an die rechtlichen Realitaten gebunden war, andererseits die von ihm ausgehende Reformation die Gestaltung der Verfassung ebenfalls langfristig modifizierte, stellt sich die Frage, in welchem Verhaltnis Luther und sein Handeln in Beziehung zu dieser Verfassung stehen. In dieser Arbeit wird deshalb erortert, inwiefern das Vorgehen und der Erfolg des Reformators an die politische Wirklichkeit gebunden waren und Luthers Wirken somit eine Folge der Verfassung war. Da die protestantische Bewegung jedoch auch die Gesetze des Reiches veranderte und letztlich festigte, wird ebenso erlautert, ob Luthers Wirken zugleich eine Voraussetzung fur die Durchsetzung der Verfassung darstellte. Dafur werden die Biografie Martin Luthers und die wichtigsten Aspekte seiner Theologie vorgestellt. Anschlieend werden die wichtigen Geschehnisse chronologisch erlautert und dabei in Beziehung zur Fragestellung gesetzt. So wird als Grundlage fur die Bewertung von Luthers Wirken die Verfassung des Reiches skizziert. Dafur werden Voraussetzungen und die verfassungsrechtlich fundamentalen Beschlusse des Reichstags zu