1 Einführung.- Teil I.- 2. Die Forschungspraxis in Geschichte und Gegenwart mit Blick auf die wissenschaftliche Rezeption von Gedichtbeispielen, in denen die Referenz auf den Autor oder die Autorin unterschiedlich stark markiert ist.- 3. Darstellung der literaturtheoretischen Begriffe und Konzepte, die für den Umgang mit Gedichtbeispielen, die eine Referenz auf den Autor oder die Autorin anbieten, zur Verfügung stehen.- Teil II.- 4 Kritisches Fazit der Revision bisheriger Theoriebildungen und eigene Vorschläge zu ihrer Erweiterung.- 5 Beispielanalysen.- 6 Fazit und Ausblick.
Nora Zügel ist akademische Mitarbeiterin im Editionsprojekt „Hans Kelsen Werke“ an der Hans-Kelsen-Forschungsstelle Freiburg im Breisgau.
Verschiedene literaturwissenschaftliche Grundannahmen, v.a. der Anspruch, ‚lyrisches Ich‘ und AutorIn streng zu unterscheiden, erschwerten bislang eine systematische Auseinandersetzung mit lyrischen Autobiographien und lyrischen Selbstporträts. Ausgehend von Widersprüchen, Inkonsistenzen oder Leerstellen bisheriger Interpretationspraktiken und theoretischer Konzepte erarbeitet die Studie deshalb eine Theorie ‚lyrischer Selbstentwürfe‘, stellt Begriffe für ihre Analyse bereit und verfolgt dabei das Ziel, Lyrik, die eine Referenz auf den Autor oder die Autorin anbietet, als eigene Textsorte klarer zu konturieren und stärker in den Fokus der Literaturwissenschaft zu rücken.