ISBN-13: 9783656720331 / Niemiecki / Miękka / 2014 / 28 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Klassische Philologie - Latinistik - Literatur, Universitat Konstanz, Sprache: Deutsch, Abstract: Seinen etymologischen Ursprung hat die Fabel trotz ihrer griechischen Anfange im Lateinischen, auch wenn das Wort fabula als Namengeber ebenso wenig eindeutig ist, wie seine griechischen Vorganger. Sehr fruh erschien die Fabel als literarische Gattung in der romischen Literatur, zum Beispiel bei Ennius, Horaz und Lucilius. Sie alle nutzten die Fabel als Lehrstuck innerhalb eines Prosa- oder Poesietextes, um eine Botschaft zu transportieren - oft aus aktuellem politischem Anlass und in Verssatiren. Erst Phaedrus, "der die Fabel durch dichterische Formung 'literaturfahig' machte," schuf jedoch ein reines Fabelbuch auf Latein. Probleme mit der Oberschicht aufgrund ihrer zweideutigen Inhalte und Anspielungen hatten seine Vorganger, wie er gleichermaen. Phaedrus beschreibt in seinen Fabeln hinter vorgehaltener Hand viele negative, menschliche Charakterzuge. Die List und damit verwandte Phanomene (Luge, Selbstbetrug etc.) wurden hier herausgegriffen und naher betrachtete.