ISBN-13: 9783640143252 / Niemiecki / Miękka / 2008 / 28 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Region: Afrika, Note: 1,3, Freie Universitat Berlin, 21 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Wie erklart sich nun der Sinneswandel Qaddafis und die gleichzeitige Resistenz seines Regimes? Oder: Warum kam es zur aussenpolitischen Annaherung und okonomischen Liberalisierung, nicht aber zu einer politischen Offnung? Dieser Frage soll in der vorliegenden Ausarbeitung nachgegangen werden. Um hierfur die Argumentationsgrundlage zu schaffen wird zunachst versucht zu erklaren, woraus der libysche Autoritarismus prinzipiell seine Stabilitat generiert. Dafur werden die Annahmen des Rentierstaatsansatzes als Anhaltspunkt verwendet, da Libyen ein erdolreicher Rentierstaat ist. Im Folgenden wird die okonomische Krise seit Mitte der 1980er Jahre als Ursache fur eine Verminderung der Rentenbasis und damit Verschlechterung der Stabilitat des Regimes angenommen und argumentiert, dass dies eine aussenpolitische Annaherung und wirtschaftliche Liberalisierung notwendig werden liess, diese gleichzeitig aber auch als Strategien zur Bestandssicherung des Regimes betrachtet werden konnen. In Verknupfung damit wird im Anschluss erlautert, dass sich kleine Anzeichen politischer Offnung, die es neben den wirtschaftlichen Lockerungen gab, in den Kontext strategischer Politikentscheidungen zur Sicherung der Regimestabilitat einreihen und eine weitere politische Liberalisierung daher nicht zu erwarten ist. Begleitet ist dies von der Argumentation, dass der Rentierstaatsansatz strategische Massnahmen nicht in seinen Erklarungen einbezieht und einer Erganzung bedarf. Abschliessend werden die Erkenntnisse zusammengefasst und Perspektiven kurz umrissen. Begonnen wird zunachst jedoch mit einer kurzen allgemeinen Erlauterung des Rentierstaatsansatzes."