ISBN-13: 9783656964407 / Niemiecki / Miękka / 2015 / 124 str.
Masterarbeit aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Germanistik - Linguistik, Note: 1,0, Universitat zu Koln (Philosophische Fakultat), Veranstaltung: Germanistik / Linguistik, Sprache: Deutsch, Abstract: In der linguistischen Forschung herrscht Konsens daruber, dass Lugen nur mit Behauptungen moglich sind (Falkenberg 1982, Chisholm/Feehan 1977, Giese 1992, Dietz 2002, Meibauer 2005 ). Notwendige Bedingung einer Lugendefinition ist demnach die Behauptungsbedingung. Diese Bedingung gilt, so Meibauer (2005), auch fur falsche Implikaturen, auf die Meibauer seinen Lugenbegriff ausweitet. In dieser Arbeit sollen zunachst verschiedene linguistische Lugenbegriffe, insbesondere Falkenbergs Definition des "zentralen Falls der Luge" (Falkenberg 1982) und Meibauers "erweiterte Definition der Luge" (Meibauer 2005, 2011) kritisch untersucht werden. Ich stelle in Frage, ob falsche konversationelle Implikaturen mit dem allgemeinen Verstandnis dessen, was eine Luge ist, ubereinstimmen, und komme damit zu meiner ersten Hypothese: Meibauers "erweiterte" Lugendefinition entspricht nicht dem intuitiven Lugenbegriff von Sprechern. Zudem zweifle ich an, dass Lugen und falsche Implikaturen notwendig an Behauptungen gebunden sind. Hypothese 2: Lugen und falsche Implikaturen sind nicht notwendig an assertive Sprechakte gebunden. Auf der Grundlage der Illokutionslogik (vgl. Searle/Vanderveken 1985) und Vandervekens Generalisierung der Grice'schen Konversationsmaximen (vgl. Vanderveken 1997) werde ich Lugen, Tauschungen und falsche Implikationen mit Behauptungen, anderen Sprechakten und illokutiven (Teil-) Komponenten analysieren. Dabei werde ich "Lugen im engeren Sinne" illokutionslogisch bestimmen und eine "erweiterte" illokutionslogische Definition verbaler Tauschung aufstellen, die auch falsches Implizieren und vorgetauschte Sprechakte umfasst. Die verschiedenen Lugenbegriffe werde ich in einer experimentellen empirischen Untersuchung dahingehend prufen, inwieweit sie tatsachlich dem intuitiven