ISBN-13: 9783640470235 / Francuski / Miękka / 2009 / 40 str.
Seminar paper de l'annee 2005 dans le domaine Politique - Politique internationale - Region: Proche-Orient, Universite du Quebec a Montreal, cours: La politique etrangere des Etats-Unis, langue: Francais, resume: Die Arbeit fuhrt Konzepte aus der kognitiven Forschung auf und untersucht das Akteursverhalten vor und wahrend des Zweiten Golfkrieges. Im ersten Teil werden Grundkonzepte kognitiver Politikforschung vorgestellt: Gruppendenken (Group-Thinking), Self-fulfilling prophecies (selbsterfullende Prophezeiungen), personliche und historische Analogien, Bolstering und Wisfhul Thinking (Wunschdenken) stellen Phanomene dar, die im Golfkrieg immer wieder im Verhalten der US-Administration beobachtbar waren und im Vorfeld sowie wahrend des Konflikts entscheidenden Einfluss auf dessen weitere Entwicklung ausubten. In Krisensituation wird eine auf "Rationalitat" grundende Entscheidungsfindung oft erschwert. Stress, der unter Zeitdruck entsteht und auf eine schwierige Situation zuruckzufuhren ist, fuhrt nicht selten zu suboptimalen Ergebnissen. Gruppendenken fuhrte des Ofteren zu Fehlwahrnehmungen der US-Fuhrung. Dies konnte im Vorfeld und wahrend des Konflikts beobachtet werden; letztendlich jedoch beherrschte die US-Administration unter Fuhrung von George Bush die Lage, was auf die erfahrenen Entscheidungstrager im Weissen Haus zuruckzufuhren war. Wichtige Entscheidungen, die von Staaten getroffen werden entbehren oft jeglicher Rationalitat. Um irrationales Verhalten theoretisch nachvollziehbar zu machen, eignen sich kognitiv orientierte Ansatze, die nicht systemisch sondern anthropologisch argumentieren die bei der Analyse von Entscheidungsprozessen psychologische Faktoren berucksichtigen."