ISBN-13: 9783955491659 / Niemiecki / Miękka / 2013 / 92 str.
ISBN-13: 9783955491659 / Niemiecki / Miękka / 2013 / 92 str.
Diese Studie beschreibt zunachst die bestehenden Rahmenbedingungen (Insassen, bauliche Strukturen) der Warter im Hospital Haina im 19. Jahrhundert. Im Anschluss daran wird ein allgemeines Profil des Warters in Deutschland mit Hilfe der Sekundarliteratur formuliert. Als Vergleich werden die eingestellten Warter im Hospital Haina als Personen naher beschrieben und charakterisiert: Wer waren die Warter, woher kamen sie, welche Bildung hatten sie. Exemplarisch werden anhand von Fallstudien Bewerbungs- und Auswahlverfahren des Hospitals zur Anwerbung von Wartern beschrieben. Die Organisation des Warterdienstes mit ihren Differenzierungen (Wartergehilfe, Warter, Oberwarter) sowie deren Weiterentwicklungen im Laufe des 19. Jahrhunderts werden anschaulich dokumentiert und schematisch dargestellt. Im weiteren wird die fortschreitende Professionalisierung des Warterdienstes in ihrer wachsenden Bedeutung fur die psychiatrische Pflege beschrieben. Im Hospital herrschten strenge Normen und Regelungen in Form von Hausordnungen und Dienstanweisungen, welche Aufgaben, Rechte und Pflichten der Warter formal bestimmten. Die Hausordnungen und Dienstanweisungen gaben eine starre Hierarchie und Weisungsstruktur zwischen den einzelnen Berufsgruppen im Hospital vor. Sie regelten wer wem zu gehorchen hatte. Die stark hierarchisierte Kommunikationsstruktur innerhalb der unterschiedlichen Berufsgruppen im Hospital wurde nicht immer eingehalten. Inwieweit sie tatsachlich Einfluss auf Wirklichkeit des Hospitalalltags nehmen konnten, zeigen Auswertungen von Personalakten. Sie zeigen wie die Warter ihre berufliche Situation und den Hospitalalltag subjektiv wahrnahmen und wie die Kommunikation zwischen Wartern und Hospitalbeamten letztlich in Wirklichkeit aussah. Im Rahmen einer Fallstudie, welche den beruflichen Werdegang eines Warters von der Einstellung bis zu seinem Tode nachzeichnet, konnte nachgewiesen werden, wie die Arbeits- und Lebenswelt eines Warters aussah, welche soziale Rolle er inn