ISBN-13: 9783640529322 / Niemiecki / Miękka / 2010 / 24 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Kunst - Computerkunst, Medienkunst, Friedrich-Schiller-Universitat Jena, Sprache: Deutsch, Abstract: Wilde, wilt adj.: nicht von Menschen gepflegt und veredelt, wust, ungezahmt, irre, unwahr, sinnlos, fremd, unheimlich Dies sind einige Bedeutungsvarianten des mittelhochdeutschen Worterbuches fur wilde. Die inhaltliche Vielfalt der Ubersetzungsmoglichkeiten macht es sehr schwer dieses Wort zu fassen. Wie also ist die Platzierung von wilde im Namen eines Schriftstellers zu bewerten? Die Rede ist vom Wilden Alexander. Dieser heit nicht nur wild, sondern artikuliert sich in seinen Texten auch mit Hilfe von wilder rede. Der Aufsatz -Wie dunkel ist wilde rede?- von Sabine Schmolinsky beschaftigt sich damit, was genau sich hinter dieser Begrifflichkeit verbergen konnte. Sie meint, dass wilde rede -deutungsbedurftige Rede- bzw. -allegorisches Sprechen- mit -geistliche r] Konnotation ...]- umschreibt. Allerdings liegt dabei das Hauptaugenmerk ihrer Untersuchung auf nur einem Text Alexanders, -des richen kuniges kint-(S.7; V.1), in dem wortwortlich die Formulierung -wilde ...] rede- vom Autor verwendet wird. Die Frage die sich zwangslaufig stellt, ist ob dieses Prinzip der Textgestaltung auch auf andere Texte anwendbar ist. Sabine Schmolinsky spricht sich eher dagegen aus. -Wieweit Alexander seinen Begriff der wilden rede auf seine anderen Spruchstrophen hatte ausgedehnt wissen wollen, lasst sich nicht ermessen.- Vielleicht konnte man aber doch Belege finden, die den vorgestellten Ansatz der wilden rede auch in anderen Texten nachweisen. Der Suche nach solchen Parallelen will diese Hausarbeit sich zuwenden. Dazu erfolgt zuerst der Versuch am Konigskindertext zu untersuchen, inwieweit das Adjektiv -deutungsbedurftig- zutrifft und wie stark der biblische Einfluss tatsachlich ausgepragt ist. Danach wird die Untersuchung auf weitere Texte ausgedehnt.