ISBN-13: 9783656336181 / Niemiecki / Miękka / 2012 / 24 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Germanistik - Semiotik, Pragmatik, Semantik, Note: 1,3, Universitat Paderborn, Sprache: Deutsch, Abstract: 0 Einleitung Die Kandidatur Kurt Waldheims fur das Amt des osterreichischen Bundesprasidenten war Anlass fur eine gesellschaftliche Auseinandersetzung, von deren Heftigkeit nicht nur seine Unterstutzer, sondern auch seine Gegner uberrascht waren. Im Laufe der gesellschaftlichen Diskussion wurde immer deutlicher, dass es nicht ausschlielich und vielleicht noch nicht einmal vordergrundig um die Person Waldheims ging, sondern um die Frage des Selbstverstandnis des Landes selbst. Diese Arbeit betrachtet in ihrem Hauptteil (2. Kapitel) diese Entwicklung aus diskursanalytischer Sicht, sie geht der Frage nach, wie - aus Sicht der Diskursanalyse - gesellschaftliche Entwicklungen in Gang kommen und wie sich im Wandel des Diskurses der gesellschaftliche Wandel widerspiegelt. Zunachst (1. Kapitel) ist jedoch zu klaren, was unter Diskurs, und vor allem: was unter Diskurslinguistik zu verstehen ist. Seit Foucault haben diskursanalytische Verfahren weite Verbreitung gefunden, wobei die groe Bandbreite der Auslegungen des Diskursbegriffs kein Zufall ist. Plumpe spricht in diesem Zusammenhang von der "semantischen Offenherzigkeit" des Begriffs.1 Im Kern der Diskurstheorie steht der Gedanke, dass sprachliche Gegenstande nichts Abgeschlossenes sind: An die Stelle der Abgeschlossenheit tritt der Prozess, an die Stelle des klar definierten Begriffs tritt der Diskurs, der sich standig verandert. Es ist verstandlich, dass eine Theorie der Uneindeutigkeit die Eindeutigkeit zu vermeiden sucht, und so ist eine gewisse Unscharfe der Theorie durchaus gewollt.2