ISBN-13: 9783838677804 / Niemiecki / Miękka / 2004 / 96 str.
Inhaltsangabe: Einleitung: Der seit Jahren anhaltende Kulturboom, der auf ein gestiegenes Interesse an Kunst in der Bevolkerung hindeutet, macht das Kultursponsoring als alternatives Finanzierungsinstrument immer interessanter. Um das Mazenatentum und die Begriffsbildung besser zu beleuchten, gehe ich kurz auf die geschichtliche Entwicklung von der Antike bis zur Neuzeit ein. In wichtiger Teil der Arbeit liegt in der Motivsuche der jeweiligen Kunstfinanzierer. Speziell bei den Sponsoren frage ich mich, ob sie bestrebt sind, durch das Kunstsponsoring, das enorme kulturelle Kapital im Bourdieuschen Sinne der Kunst zu erobern, um der reichen burgerlichen Schicht ein Stuck akademischen Ruf zu geben. Ich spiele hier auf die von Bourdieu entdeckte chiastische Verteilung von kulturellem und okonomischem Kapital der beiden Fraktionen innerhalb der herrschenden Klasse an. Werden die den Marktmechanismen unterliegenden Unternehmen aufgewertet durch das Heilige" der Kunst? Doch nicht nur die Motive der Sponsoren, sind zu diesem Thema zu untersuchen, sondern auch diejenigen der Mazene, die sich auf den ersten Blick altruistisch und selbstlos geben. Der gewahlte Titel Kunstsponsoring, Renaissance der Mazene?" deutet darauf hin, da es sich bei den Beweggrunden der Mazene auf dem zweiten Blick um ahnliche, wie die der Sponsoren handeln konnte. In dem Versuch, die Grenzen zwischen den gesellschaftlichen Schichten neu anzulegen, liegen auch die Motive der Kunstforderer. Das fuhrt zu der These, da Kunst als Distinktionsinstrument zur Abgrenzung von anderen oder besser gesagt zu unteren Schichten benutzt wird. Hierzu erlautere ich anhand von Bourdieus Lebensstilmodell, wie und warum gerade die Kunst sich hervorragend zur Distinktion eignet. Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichnis: 1.Einleitung und Begrundung des Themas3 2.Begriffsabgrenzung6 2.1Mazenatentum / Sponsoring6 2.2Staatliche Forderung10 3.Geschichtliche Entwicklung12 3.1Antike13 3.2Mittelalter16 3.3Renaiss