ISBN-13: 9783656510178 / Niemiecki / Miękka / 2013 / 24 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Padagogik - Allgemein, Note: 1,0, Helmut-Schmidt-Universitat - Universitat der Bundeswehr Hamburg (Geistes- und Sozialwissenschaften), Veranstaltung: Postkoloniale Theorien. Oder: Konnen wir noch von Interkulturalitat sprechen?, Sprache: Deutsch, Abstract: Deutschland wird im Vergleich zu Grobritannien oder Frankreich historisch nicht zu den groen Kolonialmachten gezahlt. Wahrend postkoloniale Theorien in den USA bereits in den 1970er Jahren als akademische Disziplin integriert wurden, fanden diese im deutschen Wissenschaftsraum erst in den 1990er Jahren Beachtung. Dies liegt unter anderem an dem vergleichsweise kurzen Zeitraum der deutschen Kolonialherrschaft und der damit untergeordneten Relevanz Deutschlands in diesem Forschungsfeld. Doch auch wenn der deutsche Kolonialismus in Afrika in literaturgeschichtlichen Studien lediglich als "Randerscheinung" betrachtet wurde und stets betont wurde, dass Deutschland sich aufgrund des relativ kurzen Zeitraumes, in dem deutsche Kolonien in Afrika bestanden, nicht mit dem Prozess der Kolonialisierung und Dekolonialisierung beschaftigen musse, ist diesem Argument nicht zuzustimmen. Denn allein der Zeitraum der Kolonialherrschaft ist in diesem Zusammenhang nicht entscheidender Faktor fur den Grad nachhaltiger gesellschaftlicher Pragungen und somit fur die Auseinandersetzung mit dem kolonialen sowie postkolonialen Diskurs entscheidend. Demzufolge ist der deutsche Kolonialismus nicht rein als historische Episode zu bewerten, sondern integraler Bestandteil eines globalen Geschehens, welches bis heute verschiedene Denkweisen uber Begriffe, wie Kultur, Ethnizitat oder Identitat zur Folge hat. Daruber hinaus sollte der Kolonialismus als transnationales Phanomen betrachtet werden, da der Kolonialismus auch in Landern, die nie kolonialisiert wurden, enorme Spuren hinterlassen hat. Die postkoloniale Theorie findet aus diesem Grun