ISBN-13: 9783656839415 / Niemiecki / Miękka / 2014 / 24 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Politik - Sonstige Themen, Note: 1,7, Westfalische Wilhelms-Universitat Munster (Institut fur Politikwissenschaft), Veranstaltung: Kriege und Krisen in den Medien, 8 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die meisten von uns haben den Krieg gesehen. Wir sahen zu, wie Pearl Harbor bombadiert wurde und wie die Alliierten Truppen in der Normandie landeten. Aber abgesehen von wenigen Kriegsveteranen waren wir dabei nicht vor Ort des Kriegsgeschehens, sondern vor der Kinoleinwand oder dem Fernseher. Wir, das Publikum, wurden naturlich nie behaupten dabei gewesen zu sein, aber wir fuhlen uns doch ein bisschen als Augenzeugen. Kurzlich erzahlte ich einem Freund, was ich in dem Buch "Hollywood fuhrt Krieg" uber die so genannten Unit-Filme gelesen hatte. In dieser Filmgattung die Hollywood wahrend des Zweiten Weltkrieges hervorbrachte wurde Krieg als Teamarbeit dargestellt, in der Kameradschaft und Teamgeist zahlten. "In Wahrheit ging es auf dem Schlachtfeld sicher nur ums eigene Uberleben.," stellte ich abschlieend fest, woraufhin der Freund zu bedenken gab, "Aber wenn ein Soldat verwundet war, haben die Kameraden ihn aus der Schusslinie geschafft.." Als ich ihn fragte, woher er das denn wisse, musste er gestehen, dass seine "Quelle" der Kinofilm 'SAVING PRIVAT RYAN' war. In diesem Film erreichte Steven Spielberg durch die technischen Moglichkeiten des Jahres 1998 sowie einer Nachahmung der Newsreels genannten U.S.-amerikanischen Kriegsberichterstattungen des Zweiten Weltkrieges eine nie da gewesene Illusion von Authentizitat. Dass mein Freund dieser Illusion erlegen war, zeugt zunachst einmal davon, dass Steven Spielberg sein Handwerk versteht. Wenn man jedoch erfahrt, dass der Film auch deshalb so echt wirkt, weil das Pentagon echtes Kriegsgerat zur Verfugung stellte und als Gegenleistung am Drehbuch mitschreiben durfte, sollte man hellhorig werden.