ISBN-13: 9783640705948 / Niemiecki / Miękka / 2010 / 92 str.
Diplomarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich VWL - Gesundheitsokonomie, Note: 2,5, FOM Essen, Hochschule fur Oekonomie & Management gemeinnutzige GmbH, Hochschulleitung Essen fruher Fachhochschule, Sprache: Deutsch, Abstract: 1 Einleitung Die angespannte Ausgabensituation im Gesundheitswesen der letzten Jahre nimmt nicht ab. Nach Angabe des Statistischen Bundesamtes beliefen sich die Ausgaben fur Gesundheit im Jahr 2006 auf 245 Milliarden Euro. Der grote Anteil in Hohe von fast 140 Milliarden Euro entfallt dabei auf die Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung.1 Diese soll ihren Versicherten Leistungen zur Verfugung stellen, welche man grob in drei Kategorien einteilen kann. Die Verhutung von Krankheiten, die Fruherkennung von Krankheiten sowie die Behandlung von Krankheiten. Geht man nach dem Gesetz, sind diese gleich gewichtet ( 11 Abs. 1 SGB V). Bei naherer Betrachtung der Ausgaben wird jedoch deutlich, dass der Anteil der Pravention und Gesundheitsforderung dabei lediglich ca. 6 % ausmacht. Der Hauptanteil liegt im kurativen Bereich. Dies ist mitunter auf die Historie der Krankenkassen zuruckzufuhren. Wie der Name bereits aussagt, lag die zentrale Aufgabe der Krankenkassen bei deren Einfuhrung (1883) in der Bereitstellung von arztlicher Hilfe fur Kranke.2 Der kurative Bereich leistet jedoch nur maximal 30 % an unserer kontinuierlich steigenden Lebenserwartung und unserem verbesserten Gesundheitszustand.3 Es stellt sich daher die Frage, warum nicht mehr Anstrengungen unternommen werden, Krankheiten und damit einhergehende Kosten zu verhuten, anstatt bereits bestehende Erkrankungen zu heilen. Um hier Gegenmanahmen einleiten zu konnen, bedarf es der Klarung folgender Uberlegung: "In welchem Verursachungsbereich, zwischen gefahrdeter Gesundheit und schwerer Erkrankung, ist mit welcher Interventionsmanahme und moglichst geringen Kosten der epidemiologisch abschatzbar grote Gesundheitsgewinn zu erzielen?"4 1 http: //www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/S