ISBN-13: 9783639491043 / Niemiecki / Miękka / 2013 / 140 str.
In meiner Arbeit analysiere ich die verschiedenen Konzeptionen judischer Identitat und Selbstverstandnisse, wie sie Vladimir Vertlib in seinen vier Romanen darstellt. Interessiert haben mich die von der kulturellen Umgebung gepragten Auffassungen in Bezug auf das Judensein," die ofters nicht ohne Klischees und Stigmata begleitet werden; die Irrigkeit und Absurditat solcher Klischees. Im Kapitel II. lege ich den historischen Hintergrund des russischen Judentums sowjetischer Epoche dar. Das Kapitel III. beschaftigt sich mit dem theoretischen Diskurs nach der Frage des Wesens" des Judenseins und judischer Identitat. Dem alten," essentialistischen und reprasentativen Herangehen werden die neueren, nicht-essentialistischen Ansichten im Bezug auf die judische Identitat gegenubergestellt. In dem IV. Kapitel erortere ich die vier Romane Vladimir Vertlibs unmittelbar. Die zwei ersten Werke des Autors wirken in der uberraumlichen Perspektive. Die zwei spateren Romanen Autors hingegen - in einer uberzeitlichen. Anhand der beschriebenen Lebenserfahrungen der Romanprotagonisten kann also nicht von einer einheitlichen judischen Identitat gesprochen werden. Die in der einen Wirklichkeit aufgefassten und anscheinend funktionierenden Muster hinsichtlich des vermeintlich unabanderlichen Wesens der judischen Identitat verliert - in eine andere Wirklichkeit versetzt - ihren Sinn vollends."
In meiner Arbeit analysiere ich die verschiedenen Konzeptionen jüdischer Identität und Selbstverständnisse, wie sie Vladimir Vertlib in seinen vier Romanen darstellt. Interessiert haben mich die von der kulturellen Umgebung geprägten Auffassungen in Bezug auf das „Judensein", die öfters nicht ohne Klischees und Stigmata begleitet werden; die Irrigkeit und Absurdität solcher Klischees. Im Kapitel II. lege ich den historischen Hintergrund des russischen Judentums sowjetischer Epoche dar. Das Kapitel III. beschäftigt sich mit dem theoretischen Diskurs nach der Frage des „Wesens" des Judenseins und jüdischer Identität. Dem „alten", essentialistischen und repräsentativen Herangehen werden die neueren, nicht-essentialistischen Ansichten im Bezug auf die jüdische Identität gegenübergestellt. In dem IV. Kapitel erörtere ich die vier Romane Vladimir Vertlibs unmittelbar. Die zwei ersten Werke des Autors wirken in der überräumlichen Perspektive. Die zwei späteren Romanen Autors hingegen - in einer überzeitlichen. Anhand der beschriebenen Lebenserfahrungen der Romanprotagonisten kann also nicht von einer einheitlichen jüdischen Identität gesprochen werden. Die in der einen Wirklichkeit aufgefassten und anscheinend funktionierenden Muster hinsichtlich des vermeintlich unabänderlichen Wesens der jüdischen Identität verliert - in eine andere Wirklichkeit versetzt - ihren Sinn vollends.