ISBN-13: 9783668131644 / Niemiecki / Miękka / 2016 / 24 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2015 im Fachbereich Design (Industrie, Grafik, Mode), Note: 1,0, AMD Akademie Mode & Design GmbH, Sprache: Deutsch, Abstract: Wenn wir eine Modefotografie betrachten, so gehen wir meist nicht ohne Weiteres davon aus, dass die abgebildete Szenerie und ihre Personen wirklich so aussehen, wie es den Anschein hat. Denn schon oft wurden wir eines Besseren belehrt und konnten erkennen, dass die abgebildete Wirklichkeit auf eine Inszenierung zuruckzufuhren ist. Durch Visagisten, das Lichtarrangement und den Kamerawinkel sowie Programme wie Photoshop konnte sie angepasst und verandert werden. Bei Bildnissen vergangener Zeiten gehen wir hingegen viel selbstverstandlicher davon aus, dass diese ein Abbild der damaligen Realitat darstellen. So werden z.B. Kleidermoden nicht selten anhand von Gemalden der betreffenden Zeit analysiert, die Abbildungen also fur bare Munze genommen. Heit das, zukunftig wird man auch unsere Kleidermoden anhand von Fotografien aus der Vogue analysieren? Ausgehend von dieser Frage beschaftigt sich die vorliegende Arbeit mit der Wirklichkeit im Bild und den Auswirkungen auf unsere Vorstellung von Wirklichkeit, sodass ferner die These "Die Diskrepanz zwischen der Lebens- und Bildwirklichkeit ist das ein jedes Bild einende Element" untersucht werden soll. Die Erkenntnisse stutzen sich u.a. auf den Aufsatz von Irene Groeneweg "Court and City. Dress in the age of Frederick Hendrik and Amalia." Die Autorin bietet hierin einen fundierten Einblick in die Art und Weise, wie der flamische Maler Anthonis van Dyck den Betrachter durch eine Fiktionalisierung von Kleidung in seinen Bildern uber die damals tatsachlich vorherrschende Kleidungsnorm tauscht. Fur das Verstandnis von Bildwirklichkeit waren u.a. die Bucher "Die Wirklichkeit im Bild" von Wolfgang von Lohneysen und "Sozialtheorie des Bildes" der Soziologin Roswitha Breckner von Bedeutung. Im ersten Kapitel liegt der Fokus auf dem Leben und Werk Anthonis van Dycks und sein