ISBN-13: 9783656204367 / Niemiecki / Miękka / 2012 / 44 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Soziologie - Kinder und Jugend, Note: 2,3, Universitat Augsburg (Lehrstuhl Soziologie), Veranstaltung: Formen abweichenden Verhaltens, Sprache: Deutsch, Abstract: Nach den ganzen theoretischen Grundlagen soll dieser Teil der Arbeit einen praktischen Bezug auf das Thema Jugendkriminalitat nehmen. Warum Jugendliche kriminell werden ist eben schon behandelt worden. Jetzt stellt sich die Frage wie mit delinquenten Jugendlichen umgegangen werden soll und welche Manahmen denn bisher am effektivsten waren ? Ein standiges Diskussionsthema, zu dem wohl nie die wahre und fur jeden vertretbare Losung gefunden wird. Trotzdem hat sich bereits eine bedeutsame Tendenz ergeben, die mehr zu praventiven als zu repressiven Losungsansatzen neigt. Die Rechtfertigung liegt vor allem im obersten Prinzip des Jugendrechts - dem Erziehungsgedanken . Damit meint man, dass der Jugendliche selbst als Person, und nicht die Tatschuld im Mittelpunkt stehen soll. Der Strafgedanke im Sinne von Vergeltung und Suhne trifft also nicht zu, da man mehr Wert darauf legt den Jugendlichen so wenig wie moglich in seiner Entwicklung zu beeintrachtigen und im Falle von Sozialisationsdefiziten eine Helferfunktion einzunehmen. Zum Beispiel sollen Jugendliche die einen Diebstahl begangen haben nicht gleich in die Haftanstalt eingewiesen werden, denn dadurch wurden sie folglich einigen Lernstoff in der Schule versaumen, wodurch womoglich ihre berufliche Zukunft Schaden davon tragen konnte ( im schlimmsten Falle ). Was noch unbedingt gesagt werden muss, ist, dass das Prinzip des Jugendrechts nicht nur in der Theorie besteht sondern auch in der Praxis seine Anwendung findet.