ISBN-13: 9783656648703 / Niemiecki / Miękka / 2014 / 128 str.
Magisterarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Ethnologie / Volkskunde, Note: 1,5, Ludwig-Maximilians-Universitat Munchen (Institut fur Ethnologie und Afrikanistik), Veranstaltung: Magister-Arbeit, Sprache: Deutsch, Abstract: Wenn es um den Tod eines Menschen geht, liegen viele Dinge im Dunklen. Einzig gewiss ist die Tatsache, dass eines Tages auch unser eigenes Herz aufhoren wird zu schlagen. Der Umgang mit diesem unausweichlichen Fakt hangt von der individuellen Lebensphilosophie und den personlichen Erfahrungen eines jeden einzelnen mit dem Tod im Familien- und Freundeskreis ab. Vielfach bleiben Fragen offen: Warum musste sie oder er so fruh sterben? Wo befindet er sich jetzt und geht es ihm, soweit er fuhlen kann, auch wirklich gut? Dies sind oftmals bedruckende Fragen, worauf auch in Zeiten modernster Technik kein Wissenschaftler eine Antwort geben kann. In traditionellen Gesellschaften ist der Tod zwar allgegenwartig, und man ist sich dessen auch sehr wohl bewusst. Jedoch wird er in der Regel nicht als Teil einer naturlichen Abfolge angesehen und nicht ohne weiteres akzeptiert. Es ist - vor allem bei jungeren Verstrebenden - meist ein Ungluck, das durch ubersinnliche Machte, vor allem durch Zauberei verursacht wurde. Eine todliche Krankheit stellt den "Beweis" fur das Wirken boser Einflusse dar, und selbst Unglucksfalle werden durch eine Verschworung feindlicher Geister hervorgerufen. Der Tod ist folglich kein Zufallsprodukt, sondern es waren "bedeutsame Krafte" am Werk, welche als deutliche Storung der sozialen Ordnung empfunden werden. Wahrend in westlichen Gesellschaften zwar Sterben und Tod "sozial produziert" werden, d.h. die magischen Krafte durch eine Art technisch-wissenschaftliche Kontrolle ersetzt werden, ist allen Zivilisationen jedoch eine intensive Suche nach den genauen Ursachen fur den Tod eines Menschen gemeinsam. Der Tod betrifft nun einmal jede Gesellschaft ohne Ausnahme; somit ist auch jede noch so kleine Gr