ISBN-13: 9783668312456 / Niemiecki / Miękka / 2016 / 24 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2014 im Fachbereich Romanistik - Franzosisch - Linguistik, Note: 1,3, Sprache: Deutsch, Abstract: Die elektronische Sprache des Internets verandert den Umgang mit Texten. Das World Wide Web bietet der Literatur noch nie dagewesene Moglichkeiten: Jeder Mensch kann seine Texte in kurzester Zeit fur alle Internetnutzer zur Verfugung stellen und sie einer breiten Offentlichkeit zuganglich machen, beispielsweise uber einen Weblog. Das Ubergehen einer zweiten Instanz, zum Beispiel des Lektors, birgt allerdings auch Konsequenzen fur die Qualitat der publizierten Texte. Ist es wahr, dass heutzutage jeder Text, jedes Gedicht, jeder Gedankensplitter, die im Internet veroffentlicht und fur die Allgemeinheit verfugbar gemacht werden, als Literatur gelten? Dieser Frage soll in der vorliegenden Arbeit, mit Blick auf das franzosische Weblog -L'autofictif-, nachgegangen werden. Der Begriff der Literatur ist kein geschlossener Begriff und es existiert keine allgemeine Definition. Im Lexikon der Literaturwissenschaft werden zurzeit nicht weniger als sechs verschiedene gebrauchliche Literaturbegriffe unterschieden. Es versteht sich daher, dass diese Arbeit nur ein Naherungsversuch an die Definition der Literatur in Bezug auf das Weblog -L'autofictif- sein kann. In meiner Arbeit und bei der Analyse des Weblogs -L'autofictif-, geschrieben und publiziert von Eric Chevillard, stutze ich meinen Kriterienkatalog auf die im Laufe der Jahrhunderte aufgestellten Kategorien zur Bestimmung von Literatur. Meine Untersuchung orientiert sich somit an den Leitkategorien Schonheit, Fiktionalitat und Polyvalenz.