ISBN-13: 9783668365179 / Niemiecki / Miękka / 2016 / 24 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2014 im Fachbereich Politik - Grundlagen und Allgemeines, Note: 2, Martin-Luther-Universitat Halle-Wittenberg, Sprache: Deutsch, Abstract: Betrachtet man die politische Sprachlandschaft, so fallt einem die populare und vielfaltige Verwendung des Solidaritatsbegriffs in Verbindung mit dem Sozialstaat sowie mit normativen Idealen wie Gerechtigkeit oder Hilfsbereitschaft auf. Dies geschieht oftmals jedoch vor dem Hintergrund einer uneinheitlichen und teils sehr differenzierten Definition des Begriffs. Im Gegensatz zu verwandten Termini wie Gerechtigkeit, Freiheit oder Gleichheit, hat der Solidaritatsbegriff verhaltnismaig wenig theoretische Zuwendung in der Wissenschaft gefunden. Gerade diese Tatsache ist auch der Grund fur die verschiedene Verwendung des Solidargedankens, nicht nur in der Wissenschaft, sondern auch in verschiedenen Wahl- und Grundsatzprogrammen von Parteien, Verbanden oder Organisationen. Das Prinzip der Solidaritat findet sich jedoch auch im Sozialgesetzbuch der Bundesrepublik Deutschland wieder, und bildet so die Grundlage und Legitimation des wohlfahrtsstaatlichen Sicherungssystems der Bundesrepublik Deutschland. Die Kernfrage dieser Arbeit soll sich in diesem Sinne mit dem Wesensgehalt und der Ausgestaltung jenes Grundprinzips beschaftigen. Das Thema der institutionalisierten Solidaritat bezieht sich allerdings nur auf ein Teilgebiet dieses umfassenden Begriffs. Aus diesem Grund befasst sich der erste Teil der Arbeit mit einer grundsatzlichen Begriffsklarung, welche, neben einer Betrachtung der wissenschaftlichen Entwicklung, die Frage beleuchtet, ob institutionalisierte Solidaritat uberhaupt als solche betrachtet werden kann. Im zweiten Teil geht es um die konkrete Bedeutung und Ausgestaltung des Solidarprinzips. Die deutschen Sozialversicherungen als gesetzliches Versicherungssystem sind dabei Dreh- und Angelpunkt der sozialen Sicherung. Aus diesem Grund werde ich