ISBN-13: 9783656448624 / Niemiecki / Miękka / 2013 / 36 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Philosophie - Philosophie des 17. und 18. Jahrhunderts, Note: 1,0, Eberhard-Karls-Universitat Tubingen, Veranstaltung: Immanuel Kant - Grundlegung zur Metaphysik der Sitten, 7 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Intuitiv wird in unseren westlichen Gesellschaften das Vorgehen etwa religioser Fanatiker von den meisten als moralisch verwerflich oder als falsch bewertet. Allgemeine Grundsatze wie Toleranz, Respekt, Gewaltlosigkeit und Rucksichtsnahme werden - wenn nicht als moralisch "richtig," so doch zumindest als moralisch "besser" oder "richtiger" angesehen als etwa heilige Kriege zur Bekampfung Andersglaubiger. Religiose Fanatiker sind dabei ein Beispiel fur Anhanger von Moralen, die die Einhaltung moralischer Normen nur gegenuber den eigenen Stammes-, Volks- oder Glaubengenossen gebieten. Solche partikularistischen Moralen "waren in der Geschichte der Menschheit dominant." Fur Vertreter universalistischer Moralen stellt sich daher die grundsatzliche Frage, wieso einer solchen Moral der Vorzug zu geben ist; oder anders: warum es eine solche verdient haben sollte, von allen Menschen akzeptiert zu werden? Um Anhanger partikularistischer Moralen davon zu uberzeugen, dass es bestimmte moralische Normen gibt, die fur alle Menschen gleichermaen gelten mussen, dass diese Normen also eine universale Geltung besitzen, reichen unbegrundete intuitive Gefuhle von der Richtigkeit westlich-humanistischer Grunduberzeugungen sicherlich nicht aus. Es ergibt sich vielmehr die Notwendigkeit einer Ermittlung und Begrundung eines obersten Prinzips aller Moralitat.