ISBN-13: 9783638637176 / Niemiecki / Miękka / 2007 / 38 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 1996 im Fachbereich Klassische Philologie - Latinistik - Literatur, Note: 2, Christian-Albrechts-Universitat Kiel (Institut fur Klassische Altertumskunde), Veranstaltung: Hauptseminar: Horaz, carmina, 35 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Bei der Ode 1.14 des Horaz sind wir heute in der glucklichen Lage, einerseits die Deutung des Quintilian zu besitzen und andererseits zwei Alkaiosfragmente, nach denen Horaz seine Ode modelliert haben durfte. Man kann also direkt zur Ode einen literarischen Hintergrund aufweisen, der in der vorliegenden Arbeit auch gebuhrend berucksichtigt werden soll. Bis etwa zur Mitte des 20. Jahrhunderts war die Auslegung des Quintilian nahezu unangefochten, wenn es auch bereits unter Kommentatoren ab dem 16. Jahrhundert immer wieder Ansatze gab, die Ode auf eine Einzelperson wie beispielsweise Marcus Brutus und die Schlacht bei Philippi zu beziehen oder die navis rein literarisch zu verstehen und die Ode auf eine reale Bootsfahrt zu beziehen, wovon Bentley ausgeht, was Fraenkel jedoch auf den "Hyperkritizismus des 19. Jahrhunderts" zuruckfuhrt. Doch besonders durch zwei Arbeiten, die Mendells von 1938, die er 1965 wiederaufnahm, und die Andersons von 1966, wurde die Notwendigkeit einer Staatsschiff-Allegorie in Frage gestellt und die Diskussion neu, wenn uberhaupt erst belebt, wobei die neuen Ansatze bei den Philologen teils auf volliges Unverstandnis bis hin zur Ignoranz prallten, teils begeistert aufgenommen und noch weiter ausgefuhrt wurden. Aufgrund der Fulle der neueren Ansatze werden in dieser Arbeit nur die Mendells und Andersons exemplarisch vorgestellt, da beide Autoren es als erste wagten, die Interpretation der Ode in eine vollig neue Richtung zu lenken. Alle weiterfuhrenden Gedanken anderer Philologen konnen somit leider nur am Rande berucksichtigt werden oder mussen ganz ausser acht gelassen werden, weil sonst der Rahmen der Arbeit gesprengt wurde."