ISBN-13: 9783638953054 / Niemiecki / Miękka / 2008 / 56 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich BWL - Sonstiges, Note: 1,7, Universitat Duisburg-Essen (Mercator School of Management), Veranstaltung: Bildungsokonomik, 28 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Als das Bundesverfassungsgericht im Januar 2005 das Verbot von Studiengebuhren - eingefuhrt von der rot-grunen Regierungskoalition im April 2002 - aufhob, wurde die bis dato immer wieder gefuhrte Diskussion um die Finanzierung der Hochschulausbildung erneut entfacht. Generelle Uberlegungen wurden angestellt, ob Hochschuler weiterhin auf Staatskosten studieren durfen oder ob sie sich an der Studienfinanzierung selbst zu beteiligen haben. Viele Bundeslander sprachen sich daraufhin fur die Einfuhrung von Studiengebuhren beim Erststudium aus, darunter auch Nordrhein-Westfalen. "In den unterschiedlichen Reaktionen auf das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes sind sowohl verteilungspolitische als auch effizienzorientierte Erwagungen zum Ausdruck gekommen - auch wenn erstere zu dominieren scheinen." Aus der Verteilungsperspektive wird die Einfuhrung von Gebuhren entweder begrut, da nicht mehr nur die Besserverdienenden exklusiv profitieren; oder sie wird abgelehnt, weil einkommensschwache Gruppen von der Bildung ausgeschlossen werden. Aus der Effizienzperspektive gibt es auch einige Grunde, die fur oder gegen die offentliche Bereitstellung der Hochschulbildung sprechen. In diesem Zusammenhang ist ebenfalls die Bildung als solche zu erwahnen. Bildung ist eine der wichtigsten Ressourcen des sonst rohstoffarmen Deutschlands; erhohtes Humankapital und ein damit einhergehendes erhohtes Einkommensniveau sorgt laut OECD-Analysen fur uberproportionales Wirtschaftswachstum. Dies zeigt sehr genau wie wichtig das Bildungssystem, speziell der tertiare Be-reich, fur Deutschland und seine internationale Positionierung ist. Im Vergleich der Bildungsausgaben weltweit fuhrender Industriestaaten belegt Deutschland einen der hinteren Range - nur 4,5% des BIP