ISBN-13: 9783640699209 / Niemiecki / Miękka / 2010 / 52 str.
ISBN-13: 9783640699209 / Niemiecki / Miękka / 2010 / 52 str.
Essay aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Geschichte - Didaktik, Martin-Luther-Universitat Halle-Wittenberg (Institut fur Geschichte), Sprache: Deutsch, Abstract: Historisches Lernen ist nicht als simples Erlernen von einer chronologischen Abfolge zu charakterisieren, sondern als Lernprozess zu verstehen, in dem die SchulerInnen integriert sind. Uberall erfolgt unbewusst eine Begegnung mit Geschichte. Ohne diverse Kompetenzen ist es jedoch unmoglich, gezielt historisches Wissen aufzubauen. Die Erzahlungen der Groeltern vermitteln die "eine" historische Wahrheit, Initiatoren von Ausstellungen zeigen selektiv ausgewahlte Erinnerungsstucke samt damit verbundener Geschichte und blenden "Randereignisse" bewusst oder unbewusst aus. Filme sind zwar anschaulich, aber eben eine subjektive Inszenierung durch die Urheber. Schon in Klasse 5 muss deutlich werden, dass Geschichte eben nicht als "eindeutig" charakterisiert werden kann und darf. Fragt man LehrerInnen nach den anzustrebenden Zielen im Geschichtsunterricht, wird man stets unterschiedliche Antworten erhalten. Es fehlt der Konsens, was die Jugendlichen eigentlich lernen und welche Kompetenzen sie (weiter-)entwickeln sollen. Die Folge ist, dass die Lernenden kein historisch gepragtes Strukturwissen aufbauen konnen (vgl. Borries 2004: 275). Bildungsstandards und die damit verbundene Konzeption von Kompetenzmodellen als "potentes Instrument der Schulreform" (Herzog 2008: 395) sollen die Erarbeitung von Basiskonzepten moglich machen, die letztlich in einem problem- und zielorientierten Unterricht munden konnen. Mit diesem Text werde ich einen Zugang zum Anfangsunterricht in Klasse 5 erarbeiten und didaktische Hinweise formulieren, um den LehrerInnen eine Hilfestellung anzubieten. Dafur werde ich zunachst die Ausgangslage der Funftklassler nach der Grundschule charakterisieren (1.), um dann in diesem Zusammenhang das Prinzip der Problemorientierung erklaren zu konnen (2.). In einem dritten Schritt werde ich verdeutliche