ISBN-13: 9783638662048 / Niemiecki / Miękka / 2007 / 34 str.
ISBN-13: 9783638662048 / Niemiecki / Miękka / 2007 / 34 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Soziologie - Soziales System, Sozialstruktur, Klasse, Schichtung, Note: 1,0, FernUniversitat Hagen (Allgemeine Soziologie), 24 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: "Geld ist ebenso oft die Frucht des Bosen wie die Wurzel desselben" (Henry Fielding) "Geld ist okonomische Macht" (Walter Bagehot) Die Liste wertender, um nicht zu sagen moralisierender Urteile uber das Geld liee sich fast beliebig verlangern. Fast immer liegt solchen Spruchen sprachliche Nachlassigkeit zugrunde, namlich die Gleichsetzung von Geld und Reichtum beziehungsweise Vermogen. Als Folge der synonymen Begriffsverwendung werden dann dem Geld als solchem alle Probleme zugerechnet, die mit dem Reichtum und dem, was zu seinem Erwerb unternommen wird, sowie seiner ungleichen Verteilung verbunden sein konnen. So richtig es zwar ist, dass erst der Ubergang zur Geldwirtschaft modernes Wirtschaften in seiner vielfaltigen Auspragung, davon nicht zuletzt die der Finanzsphare, ermoglicht hat, sowenig ist es angebracht, das Geld selbst sozusagen zum umfassenden Symbol alles Wirtschaftens und insbesondere dessen Auswuchsen zu stilisieren. Die Originalitat der "Philosophie des Geldes" besteht darin, dass in ihr Simmels wichtigste Gedanken zur Moderne durch eine Geldtheorie miteinander verknupft werden. Der hier verwendete Rationalisierungsbegriff ist vielschichtig; auf seiner allgemeinsten Ebene meint er einen durch Geldwirtschaft und Kapitalismus mitbedingten Differenzierungsprozess der Gesellschaft in zunehmend objektivierte, durch immer exaktere Berechnungen strukturierte Teilsysteme. Im Anschluss an die Analysen Simmels von 1900, welcher die Symbolhaftigkeit des Geldes aufgezeigt hatte, zeigt sich hier einhundert Jahre spater, inwiefern Simmels These von der zunehmenden Abstraktheit der Gesellschaft immer noch zu recht besteht. Der Grundzug des Hochkapitalismus zu Anfang des 21.Jahrhunderts ist der Ubergang von der Symbolhaftigkeit zur