ISBN-13: 9783863471774 / Niemiecki / Miękka / 2018 / 212 str.
Den unterschiedlichen Erscheinungsformen des crimen magiae, dem Verbrechen der Zauberei, widmet sich der Jurist und Rechtshistoriker Fritz Byloff in seinem Werk "Hexenglaube und Hexenverfolgung in den sterreichischen Alpenl ndern." Die n chterne, sachliche Erz hlweise des Autors bildet hierbei einen Gegensatz zu den von ihm beschriebenen Folter- und Greueltaten, alle begangen mit dem Ziel, ein Volk von dem vermeintlich B sen zu befreien. Byloff nimmt den Leser mit zu den Anf ngen der Hexenverfolgungen und zeigt, wie sich ein seit jeher existierender Volksglaube an das bernat rliche - als L ckenb er f r fehlende naturwissenschaftliche Erkl rungen - zum Feind eines monotheistischen Religionssystems entwickelt und eine bestialische Welle des Verrats und der Verfolgung nach sich zieht. Es sind jedoch nicht die Fehlentwicklungen der Kirche jener Zeit, die Byloff in den Fokus seiner Kritik nimmt, als vielmehr die weltlichen Richter, die sich, getrieben von einem juristischen Formalismus und Indifferentismus, der Volksstimme unterworfen und von ihr in ihren Urteilen haben leiten lassen. Akribische Recherche sowie die Sichtung und Auswertung unz hligen Archivmaterials machen Byloffs Werk zu einer Dokumentation, die in ihrer Gesamtheit ihresgleichen sucht. Fritz Byloff (1875 - 1940), Dr. jur., arbeitete als Rechtsanwalt und war dar ber hinaus als Privatdozent an der Universit t Graz t tig.