ISBN-13: 9783640356362 / Niemiecki / Miękka / 2009 / 136 str.
Magisterarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Region: Naher Osten, Vorderer Orient, Freie Universitat Berlin (Iranistik Institut), Sprache: Deutsch, Abstract: Der ḥeǧāb ist weltweit das sichtbarste Symbol fur den islamischen Glauben. Auch wenn nicht zwangslaufig jede Muslima einen ḥeǧāb tragen muss, so ist doch der Umkehrschluss sicher, dass jede Frau, die einen ḥeǧāb tragt, Muslima ist. Der Iran, der als einziges Land die religiosen Regeln zu staatlichen Gesetzen erhoben hat und somit ein "Gottesstaat" ist, hat die Befolgung der religiosen Kleiderordnung in seiner Gesellschaft zur Pflicht erhoben. Diese Kleiderordnung hat aber nicht nur die Funktion, den islamischen Glauben nach auen sichtbar zu machen, sondern macht auch die Geschlechtertrennung innerhalb eines patriarchalen Gesellschaftssystems deutlich. Das wirft die Frage auf, ob das Tragen des ḥeǧāb ein Hauptbestandteil der Macht der Religios-Konservativen in der islamischen Republik sein konnte. In meiner Magisterarbeit mochte ich der Frage nachgehen, welche Rolle der ḥeǧāb beim Machterhalt der Religios-Konservativen in Iran spielt und welche Argumente sie fur diese deutliche Geschlechtertrennung vorbringen. Wie untermauern schiitische Theologen ihre Definition der Geschlechter und gibt es Grunde anzunehmen, dass kunstlich geschaffene Geschlechterdifferenzen zur Stabilisierung des Systems beitragen?